Mittwoch, 22. Juni 2011

Dritter Tag in Novosibirsk: Stolz und Patriotismus. Mittwoch, 22.Juni 2011


Kurze Nacht, bewölkter Himmel, kleines Frühstück, aber Abreise erst um 9.30 Uhr.
Die gestern Abend noch besprochenen Kürzungen im Programm (verkürztes Mittagessen sowie Konsum statt Kultur) führten in der Tat zu einer neuen Erfahrung: Eine ganze Stunde unbegruppte Zeit, quasi allein gelassen, zum Schlendern auf einem Kunstmarkt vor der Oper (der größten in ganz Sibirien). Auch der heutige Feierabend um 22.30 Uhr war die früheste Rückkehr in die Schreib- und Schlafstätte.

Tageordnung:
  1. 10 Uhr  Verwaltung des Bezirks Lenin, Treffen mit der stellvertretenden Verwalungschefin für Bildung, Kultur und Sport, Zharkova Tatjana, ihrer Chefin und einer weiteren Stellvertreterin
  2. 11 Uhr Spaziergang zum Denkmal des Ruhmes den Siebirischen Kämpfern
  3. 11.30 Uhr Besuch der staatlichen Budget-Vorschulischen Bildungsinstitution mit Leotek
  4. 13 Uhr Mittagessen im Haus der Gesundheit und der Schönheit
  5. 14.00 – 17.00 Uhr Gymnasium Nr. 14 Universität mit Probestunde Jungen, Probestunde Mädchen und Diskussionsrunde mit Lehrern und Schülern
  6. 18.30 Uhr – 23.30 Uhr Abendessen in Russisch-Deutschen Haus „Zu Besuch bei Freunden“ mit dem dortigen Direktor, drei Schulleiterinnen und dem stellvertretender Minister für Bildung, mit Rundgang und vielen Toasts

Die Schulleiterin vom Gymnasium Nummer 7, die uns bereits vom Flughafen abgeholt hatte, empfing uns in der Hotelhalle mit unserer Dolmetscherin. Sie war wohl im Auftrag des Herrn unterwegs. Bei diesem dritten Unterverwaltungstermin saßen wir drei ehemaligen Lehrerinnen gegenüber, die es in die Verwaltung geschafft hatten. Es gab kein Wasser, keinen Tee, kein Gebäck. Der große, goldene Lenin – Namensgeber unseres heutigen Verwaltungsbesuchs - vor dem Haus (am Montag hatten wir einen riesigen schwarzen gesehen, als was ganz anderes) hatte noch ganz unbeteiligt getan, dabei war doch heute „Barbarossa-Tag“: 70. Jahrestag des Überfalls der deutschen Wehrmacht auf die SU. Und wir sollten das Denkmal des Ruhmes … auf der anderen Straßenseite im Anschluss besuchen.

Mit 55 können die Frauen, mit 60 die Männer in Rente gehen, wenn sie Lehrerin oder Lehrer sind. Die meisten bleiben und bekommen beides: Rente und Gehalt. Das spart den sonst üblichen Zweitjob bei der mageren Lehrerbezahlung. Die drei Damen hatten den Zeitpunkt offensichtlich verpasst. „Man hat sie einfach vergessen, die Pädagogen, nachdem im Kommunismus ja fast alle kaum weit auseinander lagen“, sagte mein Kronzeuge. Nun haben sie den Salat, denn jetzt beginnen die staatlichen Stellen zu rechnen. Was ganz Neues. Die drei Damen saßen ganz in meiner Nähe, berichteten  stolz davon, dass ihr Bezirk nicht nur der größte, mit den meisten Einwohnern, heute 300.000, sondern mit dem meisten Zuwachs (30.000 in fünf(?) Jahren) durch Zuzug und mehr Babies. Wir sind wieder links des Ob. Damit haben wir den Teil der Stadt abgearbeitet.

Der Bezirk beherbergt auch 6 Hochschulen mit Studentenwohnheimen und 6 Ausbildungsbetriebe, insbesondere in den Branchen Metall, Bauen und Nano-Technologie, bei insgesamt 88 Bildungseinrichtungen in ihrer Verantwortung. In den Schulen ist das Wachstum an Schülern erst vor einem Jahr angekommen. Bis vor zwei Jahren gab es zuwenig Absolventen für die Hochschulen und Ausbildungsbetriebe, in diesem Jahr sind es ein wenig mehr, nämlich 900, normal waren 2.000! (Verstehn wir jetzt besser, warum die Technische Uni allen absolventen des gestrigen Lyzeums Studienplätze ohne Aufnahmeprüfung anbit?!?)

In den Kitas fehlen 10.000 Plätze allein in diesem Bezirk. Dabei hatte man vor Jahren Kitas zugemacht, nun nutzt man z.T. Schulen um: Wenn´s der Staat macht, geht das ja…Die Mütter können zwar drei Jahre zu Hause bleiben und dann an ihren Arbeitsplatz zurück, doch das Geld ist knapp. Die meisten wollen nach 18 Monaten wieder arbeiten und haben einen Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz. Die Zuzahlung der kostenfreien Kita beträgt 1200 Rubel (€ 30), 50% der Einkommensschwache (monatlich 5.800 Rubel oder € 145). (In Marzahn, wird aus unseren Reihen ergänzt, fehlen 400 Kitaplätze; von 13.000 Kindern zwischen 0 und 3 Jahren sind 9.000 in Kindereinrichtungen.)

Was tun, sprach Zeus??? Man kann ja nicht zaubern. Was aber geht, macht man. Die Kitaplätze werden sowieso vom Amt direkt zugewiesen. Die Leiterinnen haben hier nichts zu sagen. Wenn die sagen, wir sind voll, wird die Betriebserlaubnis geändert. Nun müssen 25 oder 30 Kinder in eine Gruppe, in der vorher 15 waren. Aber viele Klagen gibt es gar nicht. Die Leute kommen einfach ins Amt.

Das Mehr an Kindern begründete man mit einer Prämie des Präsidenten für das zweite Kind, die Zuzügler kämen aus der nahen sibirischen Umgebung“, vielleicht auch aus Kirgisien, Turkmenistan und China. Sprachprobleme sieht aber keine der drei in der Kita (wie denn auch bei so vielen Kindern???) eher in der Schule. Dort wird im Schichtsystem gearbeitet. Eigentlich wollte ich noch fragen, was sie sich eigentlich für ihre Arbeit wünschen, doch wahrscheinlich hätte ich darauf auch keine Antwort erhalten – aber wer weiß, vielleicht doch. Hier verteilte ich keine Geschenke, der offizielle Tei  verlief wie gewohnt. Man freut sich sehr, wartet vielleicht schon darauf. Ein offenes Gespräch, alle wussten, was alles nicht gesagt werden soll.

Vor der Tür war schon viel los. Roten Nelken wurden verkauft, alte Männer und Frauen versammelten sich am Fuße Lenin. Veteranen kamen in Uniform mit vielen Orden. Was für ein Tag, dieser Gedenktag an den Überfall. All diese Morde, all dieses grauen, all diese Toten.
Unser Stadtrat erinnerte sich an Bilder aus sowjetischen Dörfern und Städten, die den Überfall an die ungläubigen Einwohner mit Lautsprecherwagen verkündeten, da es noch kaum Radios gab. Und kaum eine Familie blieb verschont. Auf der anderen Straßenseite postierten sich aktive Soldaten in Formationen vor dem riesigen Denkmal des Ruhmes des Sibirischen Soldaten. Lehrer mit Kindergruppen zogen durch die Gegend, postierten sich, legten Blumen nieder, ließen sich von ihren Lehrern die Inschriften erklären. Eine erzählte, dass die deutschen Soldaten sehr große Angst hatten als sie hörten, dass sibirische Soldaten im Anmarsch waren – und Hals über Kopf die Flucht ergriffen. „Warum bloß, waren die denn so langsam???“ entwich es mir. „Nein, hier wird nur Stolz gepredigt, man nennt es Patriotismus. Diesen „Feiertag“ gibt es erst seit etwa sieben Jahren. Früher wurde der übergangen.“ Aus unserer Gruppe regte sich großer Zorn ehemaliger Russen ob des Aufzuges, der hier vonstatten geht. Ein Missbrauch mit den Gefühlen der beteiligten Familien sei dies. Stolz und Patriotismus werden richtig hoch gespielt. „Nein, in der Schule haben wir nichts davon gehört, dass Stalin sehr viele seiner Offiziere erst aus Sibirien holen musste, die dort zwangsarbeiteten“, sagte mir unsere 25-jährige Dolmetscherin, deren Eltern als Wolgadeutsche in einen Vorort von Novosibirsk umgesiedelt wurden. Der Hitler-Stalin-Pakt war auch nicht präsent.

Eine ganze Reihe ehemaliger Russen seien vor allem deshalb nach Berlin gekommen, weil sie ihren Söhnen das Militär ersparen wollten. Dort gehe es heute noch sehr brutal zu. Den zweijährigen Wehrdienst könne man kaum verweigern, nur mit Krankheiten oder sehr guten Beziehungen sei der zu verhindern. Und dann würden immer noch Wehrpflichtige in die laufenden Kriege geschickt. Wir finden tatsächlich neben den riesigen Steinquadern mit den Namen aller gefallenen Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg auch zwei kleinere, die auf die Kriege oder Auseinandersetzungen in Vietnam, Syrien, Tschetschenien, Georgien, Angola, Takischistan, Bergkarabach, Mozambique, Armenien mit den Namen der dort Gefallenen aus dieser Stadt hinwiesen. Ein Trip für uns „Unbeteiligte“, was für einer für die Kollegen, die lange in diesem Land gelebt haben…Wir wandern weiter, der nächste Termin wartet, man treibt uns weg, wir laufen durch zerfallene Straßen, kaputte Häuser mit der Aufschrift: Du, Genosse, hältst dein Haus sauber. Man lacht sich frei.

Kita Leotok…

…beherbergt nur 115 Kinder. Die nette Leiterin erzählt von 25 Kindern in der Gruppe und von den thematischen Tagen, die sie im Sommer machen, wenn weniger da sind. Sie orientieren sich am Petersburger Einheitskindergartenprogramm, müssen das aber nicht, fast alle machen das. Künftig wollen sie mehr künstlerische Projekte machen. In jedem Zimmer steht ein Fernseher und hängt ein Präsidentenbild. Ja, patriotische Erziehung ist auch unser Auftrag. Ich sage, wir hängen die Bilder der Kinder auf. Der Präsident gehört nach Hause. Aber alle Erzieherinnen sind qualifiziert und müssen sich fortbilden. Wir wandern durch die ansprechenden Räume und halten die Kinder vom Essen ab. Schnell weiter. Wir erhalten Selbstgebasteltes von den Kindern. Heute kein Tanzen und Singen. Eigentlich schade. Doch die Musik vom Lenin klingt noch in den Ohren…Auch hier finden wir Büros von Spezialisten für Logopädie, eine Ärztin, Musik, …schönes Zusatzpersonal, doch da keine Kita entscheidet, wer kommt, dürfen sie sich auch nie von einem Kind trennen. Volle Verantwortung. Wurde das gestern weiblich genannt???

Unsere begleitende Schulleiterin hat uns einen neuen Wagen besorgt, der japanisch ist, eine Klimaanlage hat und einen Navigator sowie einen neuen Fahrer.Der alte habe aus einem Vorort gestammt und hätte sich in der Stadt nicht ausgekannt. Das tut der neue auch nicht. Er hört aber auf Richtungshinweise von Ortskundigen. Dieser Kleinbus ist tatsächlich angenehmer. Er wurde für heute, ob morgen und übermorgen steht noch in den Sternen, von einem Abgeordneten überlassen. Werden wir den noch sehen, frage ich naiv. Nein, heißt es, der sei mit Japanern unterwegs. Stolz berichtet unsere Schulleiterin des preisgekrönten Gymansiums Nr. 14, die uns ja heute begleitet, dass es sich um den Präsidenten des regionalen Parlaments handele, der gleichzeitig alle Wohnblocks hier erbaut habe, nämlich Bauunternehmer sei und ihrer Schule schon mehr als 3 Mio Rubel gesponsort habe. Später finden wir ein großes Schild dazu im Eingangsbereich der Schule und die Abrechnung aller Sponsorgelder als Spenden mit Verwendung im Schaukasten des Fördervereins. Ihr Büro habe er ihr auch neu eingerichtet, lernen wir beim Rundgang. Ein Schlem, der Böses dabei denkt. Einige aus der Gruppe finden das toll. Das Wort fällt nicht, wie man diese Menschen bezeichnet.

Wir haben das Haus für Schönheit und Gesundheit erreicht und erfreuen uns an tollen Vorspeisen, Zunge, Nachtisch, Kaffee und Tee und eilen im Neubus zum Universitätscampus, auf dem auch die Schule

Gymnasium Nummer 14 „Universität“
angesiedelt ist. „STOLZ“ berichtet uns die Schulleiterin davon, was sie aus dieser heruntergekommenen Schule in 18 Jahren geschafft hat. Sie hätten auf mehreren Olympiaden Preise erhalten, seien als  beste Schulen Russlands ausgezeichnet worden, hätten die besten Fußballmannschaften bei Jungen und Mädchen dank zweier Kunstrasenplätze, die sie das ganze Jahr bespielen könnten (Sponsor), hätten eigene Werkstätten, einen Tennisplatz (nun wissen wir endlich, wo die jungen Russinnen Tennis spielen gelernt haben), haben eine eigene Salzkammer, die dem Gesundheitsanspruch der Schule entspreche und allen Schülern offenstehe, einen eigenen Springbrunnen (wer hat das schon, auch gesponsert), eine große Turnhalle, ein eigenes Schulmuseum…da kommt schon wieder ein Fernsehteam und will Interviews, was die Organisatorin und der Stadtrat routiniert abarbeiten, ohne richtig zu erfahren, um welchen Sender es sich handelt. Ich habe aufgehört, die Zahl der sonstigen Beschäftigten zu zählen, die Ärztin, Reiniger, Videogucker, Bibliothekarin, Drucker oder was auch immer sind.

Und dann erfahren wir, dass hier Koedukation für beendet erklärt wurde. Von den Mädchen bekommen immer alle einen Abschnitt von 1 oder zwei, aber nur wenige Jungens. Also haben sie beschlossen, Jungen und Mädchen in allen Fächern getrennt zu unterrichten und stellen fest, dass die Ergebnisse der Jungen wettbewerbsfähig erden, wenngleich weiterhin hinter denen der Mädchen, und dass die Jungen mit den Mädchen respektvoller und sie „Damen“ nennen. Wir erleben eine Unterrichtsdemonstration mit anschließender Auswertung, die darauf aufbaut, dass sie Jungen mit den Augen (viel Zeichensprache), die Mädchen mit den Ohren lernen. Da alle Lehrenden weiblich sind, habe man festgestellt, dass sie ihre Aufmerksamkeit zuerst den Mädchen schenkten. Das sei nun nicht mehr so, denn die Lehrerinnen hätten gelernt, mit den Jungengruppen anders pädagogisch zu arbeiten als mit den Mädchen. Leider bin ich so müde, dass ich es nur mit Mühe schaffe wach zu bleiben und die überzeugenden Argumente nicht vortragen kann. Vielleicht waren die Mädchen in der Gruppe aufmerksamer, diejenigen, die ich fragte, leider nicht.

Zum Abschluss wurde ein Runder Tisch mit mehr als acht Lehrerinnen sowie Schülervertretern zusammengestellt, wo es aber nicht um Jungen und Mädchen ging, sondern um bilinguale Bildung. Die Schule möchte nämlich in diese Richtung gehen und hatte eine ganze Reihe Fragen. Es war eine sehr interessierte und konzentrierte Aufmerksamkeit, man merkte es richtig knistern – eine tolle Aussprache, die die Schulleiterin für beendet erklärte, als es richtig spannend wurde. Die Berliner Erfahrungen mit mehrsprachiger Bildung waren unglaublich inspirierend. Mal sehen, ob sie weitermachen wollen. Wir tauschten Geschenke aus, ich spielte meine PYP-Karten aus und alle hatten viel Spaß damit, dass die globale Welt ja nun ihre Probleme nur noch gemeinsam lösen könne und die staatlichen Bildungsverwaltungen ihr Monopol verlören. Wir waren zu dumm, wenigstens eine unserer E-Mail-Anschriften an die Tafel zu schreiben.

Nach einer Pause zum Konsum auf einem schönen Markt für Kunsthandwerk begeben wir uns zur letzten Station, dem

Russisch-Deutschen Haus,
dessen Leiter berichtet, dass die Bundesrepublik dies Haus gebaut und finanziert hat, die Stadt heute 30 Mio Rubel für den Betrieb zahlt, Deutschland zwei und er 99 Hauptamtliche beschäftigt, die Tanz, Gesang, Soziales, Lesen, Filme, Feste u.v.a. mehr organisieren.
Die abgewanderten Russlanddeutschen meinen eine Rolle zu spielen. Wir werden nicht verstehen, welche. Drei Schulleiterinnen nehmen an dem Mahl teil, auch der stellvertretende Minister kommt noch dazu und dann nehmen die Dinge ihren Lauf, denn nachdem der Hausherr seinen „Toast“ ausgebracht hat, eine Schulleiterin, der Stadtrat, der Minister und ich, erwiderte der Minister sofort, dass es ja nun keineswegs im patriotischen Interesse Russlands sei, dass die gebildeten jungen Menschen das Land verließen und die Kultur des Landes nicht weiter förderten (Ballett ließ er nicht gelten), was ja viel schneller passiere, wenn sie eine Fremdsprache gut sprechen könnten, was dafür spreche, keine bilingualen Schulen zuzulassen, was deutlich macht, warum die Russen die zweite Fremdsprache verbieten wollen, nachdem er sich ausführlich erklären ließ, wie Abschlussnoten aus eigenen Schulnoten und externen Prüfungen zusammengesetzt seien und welches – ja, ich habe es gesagt – Korruptionspotential hier frei liegt, wenn man nur die Zeitzonen Russlands betrachte, bestand er darauf, dass ja auch viele Wissenschaftler mit gebrochenem Englisch zu Weltruhm gelangt seinen, aber nur Chinesen in ihre Heimat zurückkehrten, nicht Russen, nicht Deutsche, nicht Europäer. Überhaupt seien die Amerikaner eine Ausnahme und Europa und Russland säßen im gleichen Boot, Deutschland und Russland seien nun wohl als „Blutsbrüder“ miteinander verbunden, aber die Kultur müsse man retten. Ein heißer Schlagabtausch, der einigen die Kinnlade runter gehen ließ, doch am Ende blieben der Stadtrat und die Organisatorin noch lange im Dunkeln sitzen, um das ABC der Subsidiarität zu buchstabieren. Vorher hatte unser Stadtrat noch versucht, Kant als Brückenbauer zu etablieren, was mich dazu inspirierte, dem Herr stellvertretenden Minister zum Abschluss ein T-Shirt der Kant 2059-Konferenz zu überreichen. Es gefiel mir die Frage eines sibirischen Mathelehrers ins Spiel zu bringen, denn die Schulleiterinnen sagten, er müsse beurlauben.
Prinzipiell halte er es für eine gute Idee, bilinguale Schulen in Russland zu entwickeln.

Es gibt, wie es mir scheint, noch viel zu lernen. Angeblich will es am Samstag auf dem Ausflug das Gespräch fortsetzen. Morgen Abend besuchen wir die Oper, große Oper hatten wir heute schon.

Ich danke für die heutige Begleitung durch meine unvollständigen Notizen und hoffe auf weitere Anregungen im untergehenden Abendland.

Andreas in Novosibirsk, angenehm kühl.

1 Kommentar:

  1. 2. Fremdsprache... Ähm... ja, ne is klar... ;-))

    Ansonsten reicht das, was Du an einem Tag erlebst anderen Leuten für nen ganzen Monat!
    Hast Du eigentlich nächste Woche Urlaub, um das Ganze zu verarbeiten und Dich auszuschlafen?
    Drück Dich!

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