Der Koffer und die Tasche sind neu sortiert,
bereit zur Abreise und Rückreise:
Mittwoch um 9 Uhr hier weg,
Zwischenaufenthalte 3 x , davon 2 in Indien.
Was gibt es noch zu schreiben?
Jaipur hatte noch einen Leckerbissen,
wie man so schön sagt:
Gestern waren wir neben dem Palast auch an dem
PALAST DER WINDE vorbeigekommen,
der aber nicht zugänglich ist, aber von außen schon...sehr.sehr. sehr.
Doch heute habe ich noch am frühen Morgen
vor dem Ansturm der ganzen Touristen und Touristenjäger
Amber besuchen zu dürfen,
ein Palast im Berg mit einem Spiegelpalast,
der einen den Atem stocken lässt.
Mit Marmor Gold, Silber, fassungen, Farben und Edelsteinen
können die Inder schon umgehen
oder waren es die Afghanen, die im 16. Jahrhundert,
als dieses errichtet wurde herrschten und die Technik mitbrachten?
Ist auch egal: Perser, Afghanen, Engländer,
meistens war Indien sowieso besetzt.
Ich konnte jedenfalls nicht aufhören zu fotographieren.
Sehr schöner Abschluss und Abschied vom lokalen Guide,
der von 40% weniger Touristen 2010 spricht,
nicht ohne noch einen Reifenwechsel abzuwarten.
Jeder Guide hat natürlich auch den heimlichen Auftrag,
seine Touristen zu Konsumenten zu machen und so ist es auch mir ergangen,
dass ich in Agra und Jaipur verschiedenen Handwerkern und Künstlern sowie anderen Fertigungsstätten zugeführt wurde, Tee bekam, und mir ganz unverbindlich in aller Ruhe anschauen durfte,
was es so Senastionelles an frischen Juwelen, Teppichen, Kleidungsstücken, Wandbehängen, Kunsthandwerk und was willst du alles haben so käuflich zu erwerben ist.
So habe auch ich mich verführen lassen
und das eine oder andere erworben,
von dem ich hoffe,
dass mir dies auch noch gefällt,
wenn das deutsche Licht darauf fällt.
Man will ja auch was mitbringen ...
Jaipur ist als Hauptstadt Rajastans mit Kamelen gesegtnet,
wenngleich hier den Touristen Elefanten angeboten werden.
Heute schrieb die Indian Times, dass eine Tourismuswerbung für Indien
mit afrikanischen Elefanten geschaltet wurde. Das passt zum Delhi 2010-Fiber.
Die Strecke nach Delhi bot wieder einige gute Motive,
doch die Straße war insgesamt sehr schlecht,
aber ratz-fatz, in gut fünf Stunden waren wir da und so hatte ich noch die Gelegenheit,
eine kleine Rundreise durch die Hauptstadt zu bekommen,
besonders den Lotus-Tempel konnte ich von außen bewundern.
Zwei Stunden waren ja dann auch nicht die Welt,
doch die Hauptstadt hat viele imposante Gebäude,
die Autos hupen lauter als auf dem Lande,
Mopetfahrer tragen Helme und
überall ist Polizei und Militär.
Sicherheitskräte hier vor dem Hotel arbeiten genauso effektiv wie gestern in Jaipur im Palast
und wie es die eine oder die andere aus dem Riga der frühen 90er Jahre kennt:
Du gehst durch einen Bogen, wie man ihn von Flughäfen kennt,
verzichtest aber darauf, deine Taschen zu leeren.
Deine Tasche gibst du auf ein Laufband,
welches durch einen Kasten läuft, wie am Flughafen,
wo sie die Sachen durchleuchten.
Dann leuchtet natürlich das böse rote Licht,
weil du ja Metall an dir hast.
Ein Mann bei Männern, eine Frau bei Frauen fährt mit einem runden Stab an deinem Körper entlang, es leuchtet immer mal wieder rot,
du guckst ihm (ihr) in die Augen, lächelst, zuckst die Schultern,
er (sie) lächelt und wünscht einen guten Tag.
Aber alle Straßen sind voll mit Straßenarbeitern, Soldaten und Polizei;
die Stimmung soll gut werden,
ist aber angespannt. Mal sehen,
was wir sehen werden,
außer wenn was Schlimmes passiert...
Meinen sehr guten Fahrer werde ich morgen verabschieden,
die Agenturleute schon heute.
Was bleibt von einer Reise,
von der ich nicht wusste,
wohin sie mich führt,
in ein gigantisch widersprüchliches Land,
mit so vielen freundlichen Menschen -
viele freuen sich sehrsehr, wenn sie gegrüßt werden,
weil die unteren Chargen selten gegrüßt werden -
wo ich selten bebettelt wurde,
jeder will überleben,
meist so wie erlernt,
wo ich heute von der sagenhaften Dynamik gespürt habe,
als wir Dehli erreichten und am größten Call-Center-Park der Erde vorbeikamen,
wo 500 neue Städte gebraucht werden,
wo die Gelassenheit spürbar ist,
aber die gewaltigen Gewaltexzesse zwischen den "Religionen" immer wieder am Leben gehalten werden,
wo 85% des Staatsgeldes Korruptionsgeld sein soll,
wie mein Jaipur-Guide wissen wollte,
doch die Entwicklungen gehen auch in Indien immer schneller voran,
dass verbindet fast alle Länder miteinander.
Und wenn man mal da war,
sieht man ein wenig anders und weiß jetzt auch was Neu Delhi und Old Delhi unterscheidet und
dass die 25-Millionen-Stadt noch Platz zum Wachsen hat,
aber einen schönen Park in der Mitte der Stadt,
wie den Tiergarten
mit einer Paradestraße mittendurch
wie die Straße des 17. Juni,
haben die Engländer gemacht:
Immerhin etwas Luft in der großen Stadt.
Dies ist das vorläufige Ende meiner Bloggungspremiere
von einer Reise nach Indien,
die nicht in Amerika endet.
Es war ein bisschen Erzählen,
was heute mal so war.
Danke fürs Zuhören beim Lesen.
Bis bald mal in Europa,
das glaube ich fünfmal in Indien passt, wenn man die Einwohner nimmt.
Ich zeige gerne Bilder zum Text, auch ohne.
Andreas auf Tour im September 2010
Zurück: Delhi - Poona - Bombai - München - Berlin
Dienstag, 28. September 2010
Montag, 27. September 2010
Goldenes Dreieck - Tag zwei
Liebe im Geiste Mitreisende,
Anteilnehmende,
mun bin ich am Montagabend in Jaipur angekommen.
Am morgigen Dienstag werden mir hier noch zwei Sehnenswuerdigkeiten gezeigt,
dann geht es "zurueck" nach Dehli.
Mein gestriger, abendlicher Kurzausflug in die indische Wirklichkeit,
der ich ja bislang nur durchs Autofenster begegnet bin,
als ich um den Hotelblock ging, geht mir noch nach.
Diese geballte Portion Wirklichkeit steckt dann doch erstmal in den Kleidern,
wenngleich ich ja versuche,zu schauen, zu beobachten, zu verstehen.
Ich bleibe an der Oberflaeche und
begreife nicht, was hier passiert.
Mal habe ich Bilder aus Maracesch vor mir, mal Nicaland,
mal die USA. Ueberall verlorene Menschen, die offenbar nicht geraucht werden,
oder sehen muessen,
wie sie durchkommen. Beim Einschlafen, dachte ich, dass ist die Hoelle, aber ist die nicht da,
wo es keine Hoffnung gibt? Einschlafen war schwer, allein sowieso. Keine gute Idee war das, allein zu fahren.
Meine Kontrastwelt fuerhte mich heute um 6 Uhr
vor dem Fruehstueck
ins Taj Mahal,
vo dem ich gar nicht wusste,
ob ich es einmal im Leben sehen moechte,
es stand auf keiner Liste,
dass ich dies einmal sehen wuerde,
ist mir nie in den Sinn gekommen.
Das Wetter war klar, warm, sonnig,
also gute Sicht und wunderbares Licht am Morgen,
wo nur wenige Dutzend Fruehaufsteher
sich dem mausoleum naehern wollten,
alle Eurpaer auf der Lady Di Bank Platz nehmen mussten,
ich auch, und die unglaubliche Dimension dieses Marmorgebaeudekomplexes
mit seinen unglaublich harmonischen Dimensionen
eigentlich nur Innehalten erlaubt,
ob des Gefuehl ueberwaeltig zu sein,
dankbar,
so etwas sehen zu duerfen,
nicht zu begreifen,
dass dies in 12 Jahren von 20.000 Menschen erbaut wurde,
als Begraebnisstaette fuer die verstorbene Frau,
war versprochen,
doch der Sohn, den Bauherrenvater dafuer in den Knast steckt,
seine Brueder toetet,
den Thron besteigt,
damit das Gegenstueck gleicher Groesse
auf der anderen Seite des Flusses,
nunmehr in schwarzem Marmor,
nicht erbaut wird.
Die vielen spezialisierten Bauarbeiter hatten uebrigens,
wie es heisst,
die Arschkarte gezogen,
sie durften den Ort nicht mehr verlassen,
um zu verhindern,
dass sie ihre spezialiserten Dienste an anderer Stelle anbieten und so eventuell ein groesseres entstehen konnte,
doch sie durften sich niederlassen und ihre Handwerkskunst fortfuehren,
angeblich bis heute,
den Marmor in allen Facetten gibt es ueberall im Ort.
Es stimmt Agra ist dreckig, lebt vom Taj,
den ja alle sehen wollen,
und wenn Vollmond ist,
soll er am besten aussehen.
Alle damit verbundenen Weltrekorde kann ich nicht mehr aufzaehlen,
aber ich wuerde es mit meiner begrenzten Kenntnis ungewoehnliche Gebaeude durchaus in die Wunderliste aufnehmen - gleich neben Granada, wie wir es einst sehen durften.
Fruehstueck, auschecken, Nachricht zum verlorenen Text schreiben, Tschuess Agra.
Suche nach einem geldautomaten, der vierte funktioniert. Mein erstes eigenes indisches Geld.
Abfahrt nach Jaipur, 270 km, ein anderer Highway mit wenig Verkehr, wenig Schlagloechern, wenigen aber ungwoehnlich beweglichen Kuehen, vier Stunden Fahrt - ich bin ja fast nur unterewegs - angekommen, falsches Hotel, aslo noch einmal eine knappe Stunde durch die Stadt,
die 1920 noch 120.000 Einwahner hatte, als rosa Stadt eine aussergewoehnliche staedtebauliche Leistung ist,fuer 200.000 geplant wurde, heute 4 Millionen hat, 1,2 Millionen in der "pink city" die nur dahalb so heissen soll, weil der damalige Maharatscha dem Prinz von Wales imponieren wollte bei seinem Besuch und die Reissbrettstadt nun auch noch in eine einzige Farbe tauchen wollte, denn bis dahin gab es keine Regeln,
welche Farbe ein Haus haben muss,
so liess er Backsteine brennen, zerbroeseln und als Farbe an alle Haeuser malen,
nur der offensichtlich farbenbilde Prinz nannte diese Farbe "PINK" - und so blieb es dabei,
dass die rosa Stadt gar nicht rosa ist,
aber nun Vorschriften fuer die Haeuserfarben hat.
Jaipur lebt zu 10% als Hauptstadt des Bundesstaates Rajastan zu 10% von Regierungsjobs, zu 15% von Landwirtschaft zu 40% vom Tourismus in all seinen Ausformungen, sagt mein neuer ortskundiger Guide, der keine Arbeitslosigkeit in Indien sieht, wenn man all die abzieht,
die zu alt sind, keine Lust haben oder eben einfach nicht die richtige Arbeit gefunden haben.
In einer Teppich und Textilkooperative lernte ich, dass die Arbeiter am Tag mit 150 bis 300 Rupien nach Hause gehen, was nach offiziellem Kurs 3 - 6 Euro waeren, was o.K. sei, wenn man nicht krank werde und immer Arbeit da sei. Ansonsten Besichtigung der obligatorischen Sehenswuerdigkeiten von 16 - 19 Uhr. Sehr schoen, aber auch genug bei der Hitze, insofern hat die Reiserei ihren Sinn?!?
Diese Unterkunft bietet ein Schwimmbad, ein restaurant, spa, d.h. Massagen und Beauty aller Art, das Gelaende im Rajastan-Stil hat viele kelien laendlich gepraegte Haeuser, offensichlich ein Preistraeger in einem Architektenwettbewerb, doch natuerlich sehr pflegeintensiv. Was heisst das, Arbeit ist hier doch nicht teuer...
Doch diese Sonderzutaten werde ich ungenutzt liegenlassen muessen, denn morgen frueh stehtder Abschluss dieses Ortes auf dem Plan und die Rueckreise in die grosse Stadt Dehli, fur die mir ein Nachittag und Abend als Eindruck bleiben wird, denn Mittwochfrueh beginnt die lange Rueckreise mit verschiedenen Flugzeugen und weiteren Zwischenstopps.
Ich danke fuer die Begleitung aus der Ferne und freue mich auf eine Rueckkehr in eine Welt,
von der ich ein wenig mehr zu verstehen glaube,
aber, da faellt mir ein,
Indien wird wohl deshalb nicht zum Reiseland, weill diese jetzige gruene Periode in drei Monaten vorbei sein wird, dann alles verbrennt und alle dem Monsun entegegen fiebern, der dann drei Monate nicht mehr mit regen aufhoert, wenngleich das in den letzten zehn Jahren auch nicht mehr wie frueher war, ausser in diesem Jahr, ist es gut gewesen. Hier in Jaipur, nur sind nun natuerlich alle Strassen kaputt. Man kann eben nicht alles haben, wenn man in pink citz ist.
Gruesse, Gruesse, Gruesse
Andreas fast schon auf dem Weg zurueck aus Indien
P.S.: Zu dem Verkehr muss ich noch sagen, dass bestimmt niemand sagen kann,
wieviele Menschen hier verletzt oder getoetet werden,
-es gibt keine Meldepflicht,
Einwohnerzahlen werden immer im Zensus geschaetzt, zuletzt 2002,
Krankenversicherung ist auch nicht sehr verbreitet -
ausser in Teilen der grossen Staedte,
was auch damit zusammenhaengt,
dass das Potential der Autowerkstaetten und Versicherungen nicht erkannt wurde,
also Unfaelle wie Kratzer sicher meist so geregelt werden,
was ja beim Thema Kratzer ein grosses Wirtschaftsfeld ist - also Indien hat auch hier Poenzial.
Anteilnehmende,
mun bin ich am Montagabend in Jaipur angekommen.
Am morgigen Dienstag werden mir hier noch zwei Sehnenswuerdigkeiten gezeigt,
dann geht es "zurueck" nach Dehli.
Mein gestriger, abendlicher Kurzausflug in die indische Wirklichkeit,
der ich ja bislang nur durchs Autofenster begegnet bin,
als ich um den Hotelblock ging, geht mir noch nach.
Diese geballte Portion Wirklichkeit steckt dann doch erstmal in den Kleidern,
wenngleich ich ja versuche,zu schauen, zu beobachten, zu verstehen.
Ich bleibe an der Oberflaeche und
begreife nicht, was hier passiert.
Mal habe ich Bilder aus Maracesch vor mir, mal Nicaland,
mal die USA. Ueberall verlorene Menschen, die offenbar nicht geraucht werden,
oder sehen muessen,
wie sie durchkommen. Beim Einschlafen, dachte ich, dass ist die Hoelle, aber ist die nicht da,
wo es keine Hoffnung gibt? Einschlafen war schwer, allein sowieso. Keine gute Idee war das, allein zu fahren.
Meine Kontrastwelt fuerhte mich heute um 6 Uhr
vor dem Fruehstueck
ins Taj Mahal,
vo dem ich gar nicht wusste,
ob ich es einmal im Leben sehen moechte,
es stand auf keiner Liste,
dass ich dies einmal sehen wuerde,
ist mir nie in den Sinn gekommen.
Das Wetter war klar, warm, sonnig,
also gute Sicht und wunderbares Licht am Morgen,
wo nur wenige Dutzend Fruehaufsteher
sich dem mausoleum naehern wollten,
alle Eurpaer auf der Lady Di Bank Platz nehmen mussten,
ich auch, und die unglaubliche Dimension dieses Marmorgebaeudekomplexes
mit seinen unglaublich harmonischen Dimensionen
eigentlich nur Innehalten erlaubt,
ob des Gefuehl ueberwaeltig zu sein,
dankbar,
so etwas sehen zu duerfen,
nicht zu begreifen,
dass dies in 12 Jahren von 20.000 Menschen erbaut wurde,
als Begraebnisstaette fuer die verstorbene Frau,
war versprochen,
doch der Sohn, den Bauherrenvater dafuer in den Knast steckt,
seine Brueder toetet,
den Thron besteigt,
damit das Gegenstueck gleicher Groesse
auf der anderen Seite des Flusses,
nunmehr in schwarzem Marmor,
nicht erbaut wird.
Die vielen spezialisierten Bauarbeiter hatten uebrigens,
wie es heisst,
die Arschkarte gezogen,
sie durften den Ort nicht mehr verlassen,
um zu verhindern,
dass sie ihre spezialiserten Dienste an anderer Stelle anbieten und so eventuell ein groesseres entstehen konnte,
doch sie durften sich niederlassen und ihre Handwerkskunst fortfuehren,
angeblich bis heute,
den Marmor in allen Facetten gibt es ueberall im Ort.
Es stimmt Agra ist dreckig, lebt vom Taj,
den ja alle sehen wollen,
und wenn Vollmond ist,
soll er am besten aussehen.
Alle damit verbundenen Weltrekorde kann ich nicht mehr aufzaehlen,
aber ich wuerde es mit meiner begrenzten Kenntnis ungewoehnliche Gebaeude durchaus in die Wunderliste aufnehmen - gleich neben Granada, wie wir es einst sehen durften.
Fruehstueck, auschecken, Nachricht zum verlorenen Text schreiben, Tschuess Agra.
Suche nach einem geldautomaten, der vierte funktioniert. Mein erstes eigenes indisches Geld.
Abfahrt nach Jaipur, 270 km, ein anderer Highway mit wenig Verkehr, wenig Schlagloechern, wenigen aber ungwoehnlich beweglichen Kuehen, vier Stunden Fahrt - ich bin ja fast nur unterewegs - angekommen, falsches Hotel, aslo noch einmal eine knappe Stunde durch die Stadt,
die 1920 noch 120.000 Einwahner hatte, als rosa Stadt eine aussergewoehnliche staedtebauliche Leistung ist,fuer 200.000 geplant wurde, heute 4 Millionen hat, 1,2 Millionen in der "pink city" die nur dahalb so heissen soll, weil der damalige Maharatscha dem Prinz von Wales imponieren wollte bei seinem Besuch und die Reissbrettstadt nun auch noch in eine einzige Farbe tauchen wollte, denn bis dahin gab es keine Regeln,
welche Farbe ein Haus haben muss,
so liess er Backsteine brennen, zerbroeseln und als Farbe an alle Haeuser malen,
nur der offensichtlich farbenbilde Prinz nannte diese Farbe "PINK" - und so blieb es dabei,
dass die rosa Stadt gar nicht rosa ist,
aber nun Vorschriften fuer die Haeuserfarben hat.
Jaipur lebt zu 10% als Hauptstadt des Bundesstaates Rajastan zu 10% von Regierungsjobs, zu 15% von Landwirtschaft zu 40% vom Tourismus in all seinen Ausformungen, sagt mein neuer ortskundiger Guide, der keine Arbeitslosigkeit in Indien sieht, wenn man all die abzieht,
die zu alt sind, keine Lust haben oder eben einfach nicht die richtige Arbeit gefunden haben.
In einer Teppich und Textilkooperative lernte ich, dass die Arbeiter am Tag mit 150 bis 300 Rupien nach Hause gehen, was nach offiziellem Kurs 3 - 6 Euro waeren, was o.K. sei, wenn man nicht krank werde und immer Arbeit da sei. Ansonsten Besichtigung der obligatorischen Sehenswuerdigkeiten von 16 - 19 Uhr. Sehr schoen, aber auch genug bei der Hitze, insofern hat die Reiserei ihren Sinn?!?
Diese Unterkunft bietet ein Schwimmbad, ein restaurant, spa, d.h. Massagen und Beauty aller Art, das Gelaende im Rajastan-Stil hat viele kelien laendlich gepraegte Haeuser, offensichlich ein Preistraeger in einem Architektenwettbewerb, doch natuerlich sehr pflegeintensiv. Was heisst das, Arbeit ist hier doch nicht teuer...
Doch diese Sonderzutaten werde ich ungenutzt liegenlassen muessen, denn morgen frueh stehtder Abschluss dieses Ortes auf dem Plan und die Rueckreise in die grosse Stadt Dehli, fur die mir ein Nachittag und Abend als Eindruck bleiben wird, denn Mittwochfrueh beginnt die lange Rueckreise mit verschiedenen Flugzeugen und weiteren Zwischenstopps.
Ich danke fuer die Begleitung aus der Ferne und freue mich auf eine Rueckkehr in eine Welt,
von der ich ein wenig mehr zu verstehen glaube,
aber, da faellt mir ein,
Indien wird wohl deshalb nicht zum Reiseland, weill diese jetzige gruene Periode in drei Monaten vorbei sein wird, dann alles verbrennt und alle dem Monsun entegegen fiebern, der dann drei Monate nicht mehr mit regen aufhoert, wenngleich das in den letzten zehn Jahren auch nicht mehr wie frueher war, ausser in diesem Jahr, ist es gut gewesen. Hier in Jaipur, nur sind nun natuerlich alle Strassen kaputt. Man kann eben nicht alles haben, wenn man in pink citz ist.
Gruesse, Gruesse, Gruesse
Andreas fast schon auf dem Weg zurueck aus Indien
P.S.: Zu dem Verkehr muss ich noch sagen, dass bestimmt niemand sagen kann,
wieviele Menschen hier verletzt oder getoetet werden,
-es gibt keine Meldepflicht,
Einwohnerzahlen werden immer im Zensus geschaetzt, zuletzt 2002,
Krankenversicherung ist auch nicht sehr verbreitet -
ausser in Teilen der grossen Staedte,
was auch damit zusammenhaengt,
dass das Potential der Autowerkstaetten und Versicherungen nicht erkannt wurde,
also Unfaelle wie Kratzer sicher meist so geregelt werden,
was ja beim Thema Kratzer ein grosses Wirtschaftsfeld ist - also Indien hat auch hier Poenzial.
Anreise zum Goldenen Dreick - verlorener Text vom Sonntag
Meine Schilderungen vom gestrigen Sonntag,
der begleiteten Reise nach Dehli ueber Pune,
die Bergabfahrt,
die Aussagen von der Generation der Kinder,
der gute Fluf nach Dehli,
das geglueckte Finden des Fahrers,
vorbei am Gelaende der Commenwaelth Games,
voller Baustellen,
der mich bis Agra in fuenf Stunden ueber
den Highway # 2 brachte,
der keine Regeln kennt,
ausser Achtung Kurve oder Buckel,
diese amerikanischen Holperer in der Strasse,
die nur mit minmaler Geschindigkeit ueberfahren werden koennen,
aber nich immer angezeigt werden,
die Tatsache, dass Highway bedeutet jeweils zwei Spuren in eine Richtung,
alle Fahrzeuge erlaubt,
auch Fussgaeger,
auch Hunde, Affen, heilige Kuehe,
auch gegenverkehr,
auch einfach Stehenbleiben,
wol alles transportiert wird auf Fahrraedern (neu), Rigschas, Dreiradfahrzeugen,
zugelassen fuer 5, genutzt von 10 - 12 Leuten,
manchmal 15, vier auf einem Moped, oder fuen, zwei auf einem Rad, mal mit Matratze,
mal mit Glasscheibe,
alle hupen, sehr oft,
LKWs fordern das BITTE HUPEN und NACHTS BITTE LICHTHUPE,
man braucht das zur Orientierung,
offensichtlich,
entspannte Menschen auf oder an den Fahrzeugen,
mein Versuch,
im klimatisierten Fahrzeug Bilder festzuhalten,
und dass Hindi die selben Woerter fuer Zukunft und Vergangenheit haben,
dass eine Baustelle von einem auf der Erde auf dem gesperrten Streifen Sitzenden Jugendlichen mit einer kleine Handbewegung geregelt wurde, wo man dann nur noch etwa 10 km schnell fahren konnte,
dass Agra 3 Mio. Menschen beherbergt,
dunkel bei ANkunft,
Guide zugestiegen,
Hotel gefunden,
britisch, nicht ganz neu,
bewacht,
um den Block gegangen um 21 Uhr,
Wasser gekauft,
Menschen schlafen auf Rigschas,
am Strassenrand, neben dem Muell, auf dem Mittelstreifen,
einfach so, weitergehn,
Indien hat sehr viele Menschen
ohne Arbeit
Versicherung
Wohnung
Toilette
...aber fast alle haben ein Handy...
und dasses am Montag, also heute zum Sonnenaufgang zum Taj Mahal geht,
also jetzt ging,
das alles und ein wenig mehr hatte ich zum Tagesende aufgeschrieben,
dochdieSicherung ging nicht,
mein Comuter warnte mich vor EInbrechern
und so blieben diese Woerter wohl alle an einem mir unbekannten Ort,
nur wenn wer schaut,
was ist den los,
jetzt koennt ihr es wissen,
alles sonst o.k.,
auch Marmor habe ich schon gesehen,
jetzt fehlt nur noch Geld
und die Reise auf dem Goldenen Dreieck geht heute weiter
und morgen nach Dehli,
wo Mittwochfrueh die lange Rueckreise beginnt
und mir noch ein Abendessen in Mumbai einbringt,
wenn die Fluege weiter erreichbar bleiben und puenktlich bleiben,
bei einem Kollegen, den ich in LAVASA kennenlernte,
mal sehen.
Das dann doch noch in aller Kuerze, denn man hat mir hier einen Hotelzugang als "Entschaedigung" gegeben:
Das mit der naechsten generatin war ein Frau aus Dehli,
die zeitgleich von LAVASA nach Dehli wollte,
so dass wir uns ein Auto teilten,
die Kinder hat, die 10 und 12 sind,
WENN DEREN KINDER erwachsen sind,
wird Indien vielleicht da sein,
wo Armut kein Zeichen von Entwicklung mehr ist...
Das ware Kurzmitteilungen nach Taj Mahal in Agra
vor der Weiterfahrt.
Spaeter hoffentlich mehr.
Andreas gruesst alle, die lesen.
der begleiteten Reise nach Dehli ueber Pune,
die Bergabfahrt,
die Aussagen von der Generation der Kinder,
der gute Fluf nach Dehli,
das geglueckte Finden des Fahrers,
vorbei am Gelaende der Commenwaelth Games,
voller Baustellen,
der mich bis Agra in fuenf Stunden ueber
den Highway # 2 brachte,
der keine Regeln kennt,
ausser Achtung Kurve oder Buckel,
diese amerikanischen Holperer in der Strasse,
die nur mit minmaler Geschindigkeit ueberfahren werden koennen,
aber nich immer angezeigt werden,
die Tatsache, dass Highway bedeutet jeweils zwei Spuren in eine Richtung,
alle Fahrzeuge erlaubt,
auch Fussgaeger,
auch Hunde, Affen, heilige Kuehe,
auch gegenverkehr,
auch einfach Stehenbleiben,
wol alles transportiert wird auf Fahrraedern (neu), Rigschas, Dreiradfahrzeugen,
zugelassen fuer 5, genutzt von 10 - 12 Leuten,
manchmal 15, vier auf einem Moped, oder fuen, zwei auf einem Rad, mal mit Matratze,
mal mit Glasscheibe,
alle hupen, sehr oft,
LKWs fordern das BITTE HUPEN und NACHTS BITTE LICHTHUPE,
man braucht das zur Orientierung,
offensichtlich,
entspannte Menschen auf oder an den Fahrzeugen,
mein Versuch,
im klimatisierten Fahrzeug Bilder festzuhalten,
und dass Hindi die selben Woerter fuer Zukunft und Vergangenheit haben,
dass eine Baustelle von einem auf der Erde auf dem gesperrten Streifen Sitzenden Jugendlichen mit einer kleine Handbewegung geregelt wurde, wo man dann nur noch etwa 10 km schnell fahren konnte,
dass Agra 3 Mio. Menschen beherbergt,
dunkel bei ANkunft,
Guide zugestiegen,
Hotel gefunden,
britisch, nicht ganz neu,
bewacht,
um den Block gegangen um 21 Uhr,
Wasser gekauft,
Menschen schlafen auf Rigschas,
am Strassenrand, neben dem Muell, auf dem Mittelstreifen,
einfach so, weitergehn,
Indien hat sehr viele Menschen
ohne Arbeit
Versicherung
Wohnung
Toilette
...aber fast alle haben ein Handy...
und dasses am Montag, also heute zum Sonnenaufgang zum Taj Mahal geht,
also jetzt ging,
das alles und ein wenig mehr hatte ich zum Tagesende aufgeschrieben,
dochdieSicherung ging nicht,
mein Comuter warnte mich vor EInbrechern
und so blieben diese Woerter wohl alle an einem mir unbekannten Ort,
nur wenn wer schaut,
was ist den los,
jetzt koennt ihr es wissen,
alles sonst o.k.,
auch Marmor habe ich schon gesehen,
jetzt fehlt nur noch Geld
und die Reise auf dem Goldenen Dreieck geht heute weiter
und morgen nach Dehli,
wo Mittwochfrueh die lange Rueckreise beginnt
und mir noch ein Abendessen in Mumbai einbringt,
wenn die Fluege weiter erreichbar bleiben und puenktlich bleiben,
bei einem Kollegen, den ich in LAVASA kennenlernte,
mal sehen.
Das dann doch noch in aller Kuerze, denn man hat mir hier einen Hotelzugang als "Entschaedigung" gegeben:
Das mit der naechsten generatin war ein Frau aus Dehli,
die zeitgleich von LAVASA nach Dehli wollte,
so dass wir uns ein Auto teilten,
die Kinder hat, die 10 und 12 sind,
WENN DEREN KINDER erwachsen sind,
wird Indien vielleicht da sein,
wo Armut kein Zeichen von Entwicklung mehr ist...
Das ware Kurzmitteilungen nach Taj Mahal in Agra
vor der Weiterfahrt.
Spaeter hoffentlich mehr.
Andreas gruesst alle, die lesen.
Sonntag, 26. September 2010
GOLDENES DREIECK - Anreise und Ankunft in Agra
Dehli - Agra - Jaipur
heißen die drei Eckpunkte dieser Rundreise,
die am Ende meiner Indienreise steht.
Anu hatte eine Agentur empfohlen,
die Indiviualreisen organiert. Frau Redlich hatte die Abstimmungen organisiert.
Um 8 Uhr ging es aus LAVASA los und glücklicherweise saß ich beim Frühstück nicht nur mit einem Süddeutschen am Tisch, der seit Jahren in Indien eine Schule leitet, sondern auch eine mir bis dahin unbekannte Frau aus Dehli mit Namen Poonam, die auch am Vormittag nach Dehli wollte, auch um 8 Uhr einen Wagen bestellt hatte, so dass wir beschlossen, uns ein Fahrzeug zu teilen. So konnte ich begleitet nach Dehli gelangen. Wieder Glück gehabt.
Vielleicht habe ich das bei der Schilderung der Hinreise nach LAVASA nicht hinreichend beschrieben, doch die letzte Dreiviertelstunde von Pune nach LAVASA ist eine Bergstrecke. Andere Konferenzteilnehmer berichteten, dass ihre Fahrzeuge so schwach waren, dass sie die Berge erst erklimmen konnten, nachdem die Klimaanlage ausgeschaltet wurde. Das war bei der Abfahrt natürlich kein Problem, es ging ja bergab, zumal die Fahrzeuge, in denen ich gefahren wurde, diese Schwächen nicht hatten. Fer junge Fahrer war ganz in seinem Element, rasant die Bergstraßen abwärts zu kommen. Das war meiner Mitfahrerin nicht angenehm, so dass ihr das widerfuhr, was ich und ein Großteil meiner Schwestern aus den frühen Tirolreisen kennen. Wenn man hinten sitzt kann einem schlecht werden. Ich hatte wieder Glück und behielt mein kleines Frühstück bei mir. Ich lernte nebenbei, dass die Menschen hier in den Bergen alle so klein sind, nicht aber dort im Norden, wo ihr Stamm, ihre Kaste zu Hause ist. Den Namen ihres Herkunftsstammes habe ich vergessen, doch sollen, so behauptete sie, dies die direkten (arischen) Vorfahren der Deutschen sein. Deshalb sind sie im Durchschnitt auch mehr als 10 cm größer, müssen auch größer sein, wenn sie zum Militär wollen, stellen mehr als die Hälfte des Militärs, aber noch nir wurde einer Oberbefehlshaber - wahrscheinlich, sagte sie, weil wir als heißblütig gelten. Sie selbst arbeitet seit 8 Jahren in einer Schule außerhalb Dehlis, die ein vierzig Hekta großes Grundstück ihr eigen nennt. Ihre beiden Kinder, 10 und 13 Jahre alt, gehen dort auch zur Schule, sie fahren gemeinsam mit dem Schulbus dorthin - das sei sehr "safe". Sicherheit ist ein großes Thema. Ihr Mann ist criminal lawyer (Strafverteidiger), sie stolperte über den Begriff, da er im Englischen in der Tat so klingt, als sei der Anwalt kriminell.
Staatliche Schulen, die gut seien, kenne sie nicht, die meisten Lehrer seien resigniert, so erwarte sie, dass es immer mehr Privatschulen geben wird. "Meine Enkelkinder werden wahrscheinlich ein Indien vorfinden, wie wir es uns wünschen. Es wird noch dauern, bis die Armut kleiner wird." Aber die Stämme und Kasten vermischen sich besonders in den Städten und wenn die Reglionsfrage noch entschärft wird, kann es wirklich eine Chance geben. Das Mediendesaster mit den Commenwealth-Spielen sieht sie als ein gutes Zeichen für die funktionierende Pressefreiheit. Bei den Olymischen Spielen in Peking habe es mit Sicherheit Ähnliches gegeben, doch sei die Presse dort eben noch nicht so weit. Sie unterrichtet Hindi und Englisch und fühlt sich zu Recht privilegiert. Für den Schulbesuch ihrer Kinder bezahlt sie kein Schulgeld.
Der Flug startete pünktlich, war fast ausgebucht, doch auf einem Gangplatz hatte ich keine Chance, Dehli aus der Luft zu sehen. Das Gepäck war auch da und der Reisemensch wartete schon am Ausgang, nur meinen Koffer in Dehli zu lassen, davon wusste er nichts. Also kommt er mit.
Der Fahrer spricht einigermaßen Englisch und ist ein guter Fahrer. Nicht weit vom Flughafen furhen wir durch das Gelände der Commenwealth-Spiele, welche mit bewaffneten Posten mehrfach abgesichert ist. Es hat ja mehrere ernsthafte Anschlagsdrohungen für diese Spiele gegeben und viele Inder halten dies für das zynisch logische Ziel. zum Glückbin ich ja dann schon weg, vielleicht gibt es da auch einen Zusammenhang mit den medialen Schweirigkeiten??? Tatsächlich werden noch ganze Straßenzüge in unmittelbarer Nähe des Sportlerdorfes bearbeitet und geteert. Nach den vielen Regenfällen war ja auch nicht ganz so viel an den Straßen zu machen.
Nach Agra sind es etwa 5 Stunden, 250 Kilometer auf dem Highway Nummer 2 nach Kalkutta. Ab Agra sind es noch 1.300. EIn Highway hat zwei Spuren in jede Fahrrichtung, welche meist durch einen begrünten Mittelstreifen voneinander getrennt sind.
heißen die drei Eckpunkte dieser Rundreise,
die am Ende meiner Indienreise steht.
Anu hatte eine Agentur empfohlen,
die Indiviualreisen organiert. Frau Redlich hatte die Abstimmungen organisiert.
Um 8 Uhr ging es aus LAVASA los und glücklicherweise saß ich beim Frühstück nicht nur mit einem Süddeutschen am Tisch, der seit Jahren in Indien eine Schule leitet, sondern auch eine mir bis dahin unbekannte Frau aus Dehli mit Namen Poonam, die auch am Vormittag nach Dehli wollte, auch um 8 Uhr einen Wagen bestellt hatte, so dass wir beschlossen, uns ein Fahrzeug zu teilen. So konnte ich begleitet nach Dehli gelangen. Wieder Glück gehabt.
Vielleicht habe ich das bei der Schilderung der Hinreise nach LAVASA nicht hinreichend beschrieben, doch die letzte Dreiviertelstunde von Pune nach LAVASA ist eine Bergstrecke. Andere Konferenzteilnehmer berichteten, dass ihre Fahrzeuge so schwach waren, dass sie die Berge erst erklimmen konnten, nachdem die Klimaanlage ausgeschaltet wurde. Das war bei der Abfahrt natürlich kein Problem, es ging ja bergab, zumal die Fahrzeuge, in denen ich gefahren wurde, diese Schwächen nicht hatten. Fer junge Fahrer war ganz in seinem Element, rasant die Bergstraßen abwärts zu kommen. Das war meiner Mitfahrerin nicht angenehm, so dass ihr das widerfuhr, was ich und ein Großteil meiner Schwestern aus den frühen Tirolreisen kennen. Wenn man hinten sitzt kann einem schlecht werden. Ich hatte wieder Glück und behielt mein kleines Frühstück bei mir. Ich lernte nebenbei, dass die Menschen hier in den Bergen alle so klein sind, nicht aber dort im Norden, wo ihr Stamm, ihre Kaste zu Hause ist. Den Namen ihres Herkunftsstammes habe ich vergessen, doch sollen, so behauptete sie, dies die direkten (arischen) Vorfahren der Deutschen sein. Deshalb sind sie im Durchschnitt auch mehr als 10 cm größer, müssen auch größer sein, wenn sie zum Militär wollen, stellen mehr als die Hälfte des Militärs, aber noch nir wurde einer Oberbefehlshaber - wahrscheinlich, sagte sie, weil wir als heißblütig gelten. Sie selbst arbeitet seit 8 Jahren in einer Schule außerhalb Dehlis, die ein vierzig Hekta großes Grundstück ihr eigen nennt. Ihre beiden Kinder, 10 und 13 Jahre alt, gehen dort auch zur Schule, sie fahren gemeinsam mit dem Schulbus dorthin - das sei sehr "safe". Sicherheit ist ein großes Thema. Ihr Mann ist criminal lawyer (Strafverteidiger), sie stolperte über den Begriff, da er im Englischen in der Tat so klingt, als sei der Anwalt kriminell.
Staatliche Schulen, die gut seien, kenne sie nicht, die meisten Lehrer seien resigniert, so erwarte sie, dass es immer mehr Privatschulen geben wird. "Meine Enkelkinder werden wahrscheinlich ein Indien vorfinden, wie wir es uns wünschen. Es wird noch dauern, bis die Armut kleiner wird." Aber die Stämme und Kasten vermischen sich besonders in den Städten und wenn die Reglionsfrage noch entschärft wird, kann es wirklich eine Chance geben. Das Mediendesaster mit den Commenwealth-Spielen sieht sie als ein gutes Zeichen für die funktionierende Pressefreiheit. Bei den Olymischen Spielen in Peking habe es mit Sicherheit Ähnliches gegeben, doch sei die Presse dort eben noch nicht so weit. Sie unterrichtet Hindi und Englisch und fühlt sich zu Recht privilegiert. Für den Schulbesuch ihrer Kinder bezahlt sie kein Schulgeld.
Der Flug startete pünktlich, war fast ausgebucht, doch auf einem Gangplatz hatte ich keine Chance, Dehli aus der Luft zu sehen. Das Gepäck war auch da und der Reisemensch wartete schon am Ausgang, nur meinen Koffer in Dehli zu lassen, davon wusste er nichts. Also kommt er mit.
Der Fahrer spricht einigermaßen Englisch und ist ein guter Fahrer. Nicht weit vom Flughafen furhen wir durch das Gelände der Commenwealth-Spiele, welche mit bewaffneten Posten mehrfach abgesichert ist. Es hat ja mehrere ernsthafte Anschlagsdrohungen für diese Spiele gegeben und viele Inder halten dies für das zynisch logische Ziel. zum Glückbin ich ja dann schon weg, vielleicht gibt es da auch einen Zusammenhang mit den medialen Schweirigkeiten??? Tatsächlich werden noch ganze Straßenzüge in unmittelbarer Nähe des Sportlerdorfes bearbeitet und geteert. Nach den vielen Regenfällen war ja auch nicht ganz so viel an den Straßen zu machen.
Nach Agra sind es etwa 5 Stunden, 250 Kilometer auf dem Highway Nummer 2 nach Kalkutta. Ab Agra sind es noch 1.300. EIn Highway hat zwei Spuren in jede Fahrrichtung, welche meist durch einen begrünten Mittelstreifen voneinander getrennt sind.
Samstag, 25. September 2010
Out of LAVASA - letzter Tag, vor der Weiterreise
Sonnabend, 25. September 2010, nach 22 Uhr
Wir haben einen Eindruck: Nach dem gestrigen Regen waren heute wieder 34 Grad Normaltemperatur, nur zwischendurch ein kleiner "üblicher" Starkregen, der ein wenig Erleichterung brachte. Alle Inder und Europäer sprechen von angenehmem Wetter. Eine Woche durchgehender Regen, wie im Monsun, sei schwerer erträglich. Es meckert ja auch keiner. Niemand versprach herbstliches Wetter.
Die Hotelrechnung ist bezahlt, die Fahrerbestellung für morgen früh um 8 Uhr bestätigt, um in Pune den Flug nach Delhi zu bekommen. Dort soll ich um 13 Uhr ankommen und abgolt werden. Dann direkt nach Agra, einen Tag später nach Jaipur, dann Delhi. Gepackt ist auch fast. Also kann es weiter gehen.
Die LAVASA-Leute verabschiedeten sich heute mit "Cheese and Wine" im ICC und fuhren ihre Prominenz auf. Der Käse war aus der Schweiz, die Zertifizierung der Essen- und Trinken-Arbeiter aus Lausanne, der Wein indisch; man habe in Frankreich gelernt. Viele der leitenden Mitarbeiter haben 5 oder 10 oder mehr Jahre im Ausland gearbeitet, gerne in Fünfjahresschritten, mal Schottland, mal England, mal USA, auch Spanien. Deutschland kennen wenige, Verwandte haben viele in den USA, in GB, in Australien. Selbst Frankreich bemühe sich mehr um Indien als Deutschland. Insofern scheinen meine Pläne der Ansiedlung von indischen Kolonien in vergreisenden Städten wenig Aussicht auf Erfolg; erfolgversprechender, so mein Gewährsmann sei die Gründung von japanischen und deutschen Kolonien für greise Deutsche in Indien. Wirtschaftlich scheint das schlüssig. Am wichtigsten sei jetzt die Ansiedlung von Universitäten, da die Regierung dies für ausländische Universtäten freigegeben habe. Und bei derzeit etwa 300 Mio Schülerinnen und Schülern, die zum großen Teil - wenn sie denn zur Schule gehen, man schätzt das es 75% sind - eine Hochschulzugangsberechtigung erlangen können, sind die landeseigenen Hochschulen leicht nachrechenbar, überfordert. Bei 80 internationalen Schulen geht man heute von insgesamt einem Anteil von 50% Privatschülern in Indien aus. BILDUNG ist offensichtlich ein Thema, nicht wie bei uns, eine Überschrift.
(Dabei kosten indische Lehrer, wenn sie gut ebzahlt werden, $ 12.000; also zwei Schüler bezahlen einen Lehrer. Vielleicht lässt sich ja mal ein Austausch organisieren, eine Schule in Mumbai, deren Leiter ein Berliner ist, signalisierte jedenfalls großes Interesse.)
Die Dimension dieser Zahlen habe ich noch nicht begriffen, übersteigt im Moment mein Vorstellungsvermögen. Jedenfalls verstehe ich viel besser, das die indische Dynamik bei uns definitiv unterschätzt wird. Die Inder wissen auch, dass EUropa seine Krankenkosten nicht in den Griff bekommt und exzellente Mediziner ausbildet. Doch die Versorgung im eigenen Land hängt oft am Geld.
Die Konferenzbeiträge bewegten sich in dem Bereich, den man ertäglich nennt. Doch die Gespräche am Rande sind lohnend. Wenn einer der "Kex Note Speaker" von der nötigen Transformation in den Schulen spricht, die Hälfte der wohlwollenden Zuhörerschaft fast zum Einschlafen führt, so zeigt sich, wie gerne die Theorie von der Praxis des Vortagens entfernt ist und somit die sinnvollen Ansätze selbst kleinmacht. Wir wissen, dass Belohnungssysteme für gute Noten das Gegenteil von Freude am Lernen erreicht. Wir wissen, dass wenig die Qualifikation einer Lehrkraft, die Weiterbildungsbereitschaft, die Schulorganisation, der Lehrplan die Freude am Lernen beeinflussen, sondern ganz oft der Mensch, der Lehrkraft heisst, sich die Namen der Schüler merkt, Intersse zeigt, Regeln setzt und sich kümmert. Braucht man dazu neue Studien? JA, denn viele Länder sind dem Testwahn völlig verfallen und "ranken" in der Schule alles. Da ist Pisa wirklich bescheiden. Und dass nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene viel Spielen müssen, Gründe zum Lachen brauchen, wissen wir auch. Doch, gut, daran erinnert zu werden.
Viel Freude macht man den Menschen hier, wenn man sie grüßt, sich kurz verneigt: Und freuen können die sich sehr. Englisch verstehen ganz offensichtlich nicht so viele Menschen wie man denkt, das hilft Frau Redlichs Hindi Kauderwelsch manchmal gut weiter und bereitet Freude. Aber auch wenn sie Englisch sprechen, es braucht mehr Gewohnheit als in Schottland...
Ready to go? Ja, auch hier vergehen die Tage schnell.
Grüße an alle
Andreas vor dem Abschied von LAVASA
Wir haben einen Eindruck: Nach dem gestrigen Regen waren heute wieder 34 Grad Normaltemperatur, nur zwischendurch ein kleiner "üblicher" Starkregen, der ein wenig Erleichterung brachte. Alle Inder und Europäer sprechen von angenehmem Wetter. Eine Woche durchgehender Regen, wie im Monsun, sei schwerer erträglich. Es meckert ja auch keiner. Niemand versprach herbstliches Wetter.
Die Hotelrechnung ist bezahlt, die Fahrerbestellung für morgen früh um 8 Uhr bestätigt, um in Pune den Flug nach Delhi zu bekommen. Dort soll ich um 13 Uhr ankommen und abgolt werden. Dann direkt nach Agra, einen Tag später nach Jaipur, dann Delhi. Gepackt ist auch fast. Also kann es weiter gehen.
Die LAVASA-Leute verabschiedeten sich heute mit "Cheese and Wine" im ICC und fuhren ihre Prominenz auf. Der Käse war aus der Schweiz, die Zertifizierung der Essen- und Trinken-Arbeiter aus Lausanne, der Wein indisch; man habe in Frankreich gelernt. Viele der leitenden Mitarbeiter haben 5 oder 10 oder mehr Jahre im Ausland gearbeitet, gerne in Fünfjahresschritten, mal Schottland, mal England, mal USA, auch Spanien. Deutschland kennen wenige, Verwandte haben viele in den USA, in GB, in Australien. Selbst Frankreich bemühe sich mehr um Indien als Deutschland. Insofern scheinen meine Pläne der Ansiedlung von indischen Kolonien in vergreisenden Städten wenig Aussicht auf Erfolg; erfolgversprechender, so mein Gewährsmann sei die Gründung von japanischen und deutschen Kolonien für greise Deutsche in Indien. Wirtschaftlich scheint das schlüssig. Am wichtigsten sei jetzt die Ansiedlung von Universitäten, da die Regierung dies für ausländische Universtäten freigegeben habe. Und bei derzeit etwa 300 Mio Schülerinnen und Schülern, die zum großen Teil - wenn sie denn zur Schule gehen, man schätzt das es 75% sind - eine Hochschulzugangsberechtigung erlangen können, sind die landeseigenen Hochschulen leicht nachrechenbar, überfordert. Bei 80 internationalen Schulen geht man heute von insgesamt einem Anteil von 50% Privatschülern in Indien aus. BILDUNG ist offensichtlich ein Thema, nicht wie bei uns, eine Überschrift.
(Dabei kosten indische Lehrer, wenn sie gut ebzahlt werden, $ 12.000; also zwei Schüler bezahlen einen Lehrer. Vielleicht lässt sich ja mal ein Austausch organisieren, eine Schule in Mumbai, deren Leiter ein Berliner ist, signalisierte jedenfalls großes Interesse.)
Die Dimension dieser Zahlen habe ich noch nicht begriffen, übersteigt im Moment mein Vorstellungsvermögen. Jedenfalls verstehe ich viel besser, das die indische Dynamik bei uns definitiv unterschätzt wird. Die Inder wissen auch, dass EUropa seine Krankenkosten nicht in den Griff bekommt und exzellente Mediziner ausbildet. Doch die Versorgung im eigenen Land hängt oft am Geld.
Die Konferenzbeiträge bewegten sich in dem Bereich, den man ertäglich nennt. Doch die Gespräche am Rande sind lohnend. Wenn einer der "Kex Note Speaker" von der nötigen Transformation in den Schulen spricht, die Hälfte der wohlwollenden Zuhörerschaft fast zum Einschlafen führt, so zeigt sich, wie gerne die Theorie von der Praxis des Vortagens entfernt ist und somit die sinnvollen Ansätze selbst kleinmacht. Wir wissen, dass Belohnungssysteme für gute Noten das Gegenteil von Freude am Lernen erreicht. Wir wissen, dass wenig die Qualifikation einer Lehrkraft, die Weiterbildungsbereitschaft, die Schulorganisation, der Lehrplan die Freude am Lernen beeinflussen, sondern ganz oft der Mensch, der Lehrkraft heisst, sich die Namen der Schüler merkt, Intersse zeigt, Regeln setzt und sich kümmert. Braucht man dazu neue Studien? JA, denn viele Länder sind dem Testwahn völlig verfallen und "ranken" in der Schule alles. Da ist Pisa wirklich bescheiden. Und dass nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene viel Spielen müssen, Gründe zum Lachen brauchen, wissen wir auch. Doch, gut, daran erinnert zu werden.
Viel Freude macht man den Menschen hier, wenn man sie grüßt, sich kurz verneigt: Und freuen können die sich sehr. Englisch verstehen ganz offensichtlich nicht so viele Menschen wie man denkt, das hilft Frau Redlichs Hindi Kauderwelsch manchmal gut weiter und bereitet Freude. Aber auch wenn sie Englisch sprechen, es braucht mehr Gewohnheit als in Schottland...
Ready to go? Ja, auch hier vergehen die Tage schnell.
Grüße an alle
Andreas vor dem Abschied von LAVASA
Freitag, 24. September 2010
DAY THREE IN INDIA zwei
Die kleine nachmittägliche Pause zum Luftholen
reichte bis zum nächsten Bustransport,
da die hiesige Entwicklungsgesellschaft es sich nehmen alsen wollte, den "educatern" mit Trinken und Essen im Country-Club (nebst Spa und Bootsanlegestelle) den Weg mit Teelichtern gesäumt, zu weisen.
Kingsfisher ist nicht nur eine Fluglinie, sondern auch eine Brauerei; sie sollen auch Wiskey herstellen, können also keine Moslems sein. So bekam ich mein erstes indisches Bier, welches ich einem frischen Mitarbeiter der Marketingabteilung zu verdanken habe, der seit drei Monaten hier ist, weil seine Familie ihn braucht, nachdem er zehn Jahre in Wimbelton gut gelebt hatte. In 25 - 30 Jahren werde alles fertig sein, sagte er. Dann könne er sich hier zur Ruhe setzen. Der Kleiderordnung wegen musste er mich dem Sicherheitschef vorstellen, der natürlich einen zivilen Titel hat, alter hochrangiger Militär, allein, zivil gekleidet. Als er erfuhr woher ich bin - dies ist ein kleiner Beitrag zum Thema kulturelle Phantasien - schwärmte er gleich von Stalingrad und den großen Schlachten der Nazis in Nordafrika, um sogleich die deutschen Gäste zu erwähnen, die er hier schon begrüßt hat: Volkswagen und Mercedes Benz. Von Ariern hat keiner gesprochen...Doch als er sagte, auf eine freie Stelle bekomme er 100 Bewerbungen und ich ihm von den aussterbenden deutschen Ortschaften erzählte, die sich über neue Einwohner freuen würden, wollte er dies Konzept seinerseits nicht weiter vorantreiben; wahrscheinlich reicht ihm das mit LAVASA auch schon aus.
Der Regen hatte sich gelegt, so war es angenehm im Freien bei indischem Vollmond und im Dunkeln bekommt Sim City richtig Konturen. Die Menschen waren gut gekleidet, gut gelaunt, auch ohne Musik. Und in Indien sind viele Menschen ungewöhnlich schön. Ich lernte noch, dass heute 350 Menschen in LAVASA arbeiten, die meisten als einmeterfünundsechszig kleine uniformierte Security-Leute, als Straßenschilder oder Marketender sowie weitere 10.000 als Bauarbeiter aif den Baustellen, oft nebst Familien, ohne natürlich eine Schule zu haben - die Internate, ich erwähnte das früher - werden ja erst noch von den Baurabeitern gebaut, das erste soll im Sommer 2011 ans Netz gehen, am liebsten mit 170 Schülern, doch Verträge wurden noch nicht abgeschlossen, aber es gibt Bewerbungen, die Marketenderinnen entgegen nehmen.
Der nicht-indische Leiter der Mercedes-Benz-Schule in Neu Dehli ließ uns raten, wieviele Mercedeskinder er wohl habe und malte eine Null in die Luft (dafür aber VW-Kinder und Audi-Kinder, aber auch nicht viele. So täuscht man sich und fragt sich. In Neu Dehli selbst soll es mehr als 12 internationale Schulen geben.)
Irgendjemand erzählte heute auf Englisch, dass Einstein soll gesagt haben:
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis,
dessen Radius gleich Null ist - sie aber nennen es einen Standpunkt.
Eigentlich sollte noch was Versöhnliches zum Abschluss kommen. Meine Gastgeberin, Anu, ist eine der wenigen indischen Leiterinnen einer internationalen Schule.Sie vertritt sehr stark die Hoffnung, mit guter Bildung einen Beitrag zum Frieden und
zum besseren deokratischen Grundverständnis der Menschen beirtagen zu können, die es auf dem Subkontinent so lange gewohnt waren,
von einer ganzganz kleinen Clique (mal indisch, mal britisch, mal beides) bestimmt worden zu sein.
Selbst Mahatma Ghandi kam heute neben Einstein zu der Ehre, zitiert zu werden:
Frieden nur, wenn die Kinder beginnen, dies zu lernen.
ENDE NACHTRAG TAG DREI, Freitag, 24. September 2010
reichte bis zum nächsten Bustransport,
da die hiesige Entwicklungsgesellschaft es sich nehmen alsen wollte, den "educatern" mit Trinken und Essen im Country-Club (nebst Spa und Bootsanlegestelle) den Weg mit Teelichtern gesäumt, zu weisen.
Kingsfisher ist nicht nur eine Fluglinie, sondern auch eine Brauerei; sie sollen auch Wiskey herstellen, können also keine Moslems sein. So bekam ich mein erstes indisches Bier, welches ich einem frischen Mitarbeiter der Marketingabteilung zu verdanken habe, der seit drei Monaten hier ist, weil seine Familie ihn braucht, nachdem er zehn Jahre in Wimbelton gut gelebt hatte. In 25 - 30 Jahren werde alles fertig sein, sagte er. Dann könne er sich hier zur Ruhe setzen. Der Kleiderordnung wegen musste er mich dem Sicherheitschef vorstellen, der natürlich einen zivilen Titel hat, alter hochrangiger Militär, allein, zivil gekleidet. Als er erfuhr woher ich bin - dies ist ein kleiner Beitrag zum Thema kulturelle Phantasien - schwärmte er gleich von Stalingrad und den großen Schlachten der Nazis in Nordafrika, um sogleich die deutschen Gäste zu erwähnen, die er hier schon begrüßt hat: Volkswagen und Mercedes Benz. Von Ariern hat keiner gesprochen...Doch als er sagte, auf eine freie Stelle bekomme er 100 Bewerbungen und ich ihm von den aussterbenden deutschen Ortschaften erzählte, die sich über neue Einwohner freuen würden, wollte er dies Konzept seinerseits nicht weiter vorantreiben; wahrscheinlich reicht ihm das mit LAVASA auch schon aus.
Der Regen hatte sich gelegt, so war es angenehm im Freien bei indischem Vollmond und im Dunkeln bekommt Sim City richtig Konturen. Die Menschen waren gut gekleidet, gut gelaunt, auch ohne Musik. Und in Indien sind viele Menschen ungewöhnlich schön. Ich lernte noch, dass heute 350 Menschen in LAVASA arbeiten, die meisten als einmeterfünundsechszig kleine uniformierte Security-Leute, als Straßenschilder oder Marketender sowie weitere 10.000 als Bauarbeiter aif den Baustellen, oft nebst Familien, ohne natürlich eine Schule zu haben - die Internate, ich erwähnte das früher - werden ja erst noch von den Baurabeitern gebaut, das erste soll im Sommer 2011 ans Netz gehen, am liebsten mit 170 Schülern, doch Verträge wurden noch nicht abgeschlossen, aber es gibt Bewerbungen, die Marketenderinnen entgegen nehmen.
Der nicht-indische Leiter der Mercedes-Benz-Schule in Neu Dehli ließ uns raten, wieviele Mercedeskinder er wohl habe und malte eine Null in die Luft (dafür aber VW-Kinder und Audi-Kinder, aber auch nicht viele. So täuscht man sich und fragt sich. In Neu Dehli selbst soll es mehr als 12 internationale Schulen geben.)
Irgendjemand erzählte heute auf Englisch, dass Einstein soll gesagt haben:
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis,
dessen Radius gleich Null ist - sie aber nennen es einen Standpunkt.
Eigentlich sollte noch was Versöhnliches zum Abschluss kommen. Meine Gastgeberin, Anu, ist eine der wenigen indischen Leiterinnen einer internationalen Schule.Sie vertritt sehr stark die Hoffnung, mit guter Bildung einen Beitrag zum Frieden und
zum besseren deokratischen Grundverständnis der Menschen beirtagen zu können, die es auf dem Subkontinent so lange gewohnt waren,
von einer ganzganz kleinen Clique (mal indisch, mal britisch, mal beides) bestimmt worden zu sein.
Selbst Mahatma Ghandi kam heute neben Einstein zu der Ehre, zitiert zu werden:
Frieden nur, wenn die Kinder beginnen, dies zu lernen.
ENDE NACHTRAG TAG DREI, Freitag, 24. September 2010
Day Three in India
Von all den organisatorischen Herausforderungen bekomme ich eher am Rande etwas mit.
Ulla berichtete heute von Überflutungen in Neu Dehli, wo ich ja am Sonntagmittag meine kleine Rundreise beginnen will. Die Reiseagentur beruhigte und sagte, unsere Route führe am Sonnatg gleich aus Dehli heraus, die anderen Ziele seien regenfest. Also vertraue ich meinen Organisierern und hoffe, dass alles gut vorbereitet ist. Immerhin habe ich so einen Platz für meinen Koffer in Dehli gefunden, den ich ja auf der Rundreise nicht bei mir haben muss.
Der offizielle Beginn der Veranstaltung zeigte mir heute, wie gut wir doch unsere Veranstaltungen durchführen. Schön waren Tanzbeiträge von Schülern der internationalen Schule in Pune (Poona sagte man früher, nun hat man sich auf Pune geeinigt, genauso wir man Mumbai sagt und nicht mehr Bombai, was aber nicht stimmt, denn die meisten Inder benutzen weiterhin die Kolonialnamen und das Kürzel für den Flughafen heißt "Bom"), die trditionelle Tanzelemente aus verschiednen Teilen Indiens vortrugen, aber auch zeitgenössische Tänze. Am beeindruckendsten sind aber immer die vielen farbenfrohen Textilien, die besonders die Mädchen tragen. Sannes Fotoapparart kam endlich auf seine Kosten.
Die Wortbeiträge gingen wenig über das hinaus, was Menschen an anderer Stelle sagen, bemerkenswert jedoch der stark ausgeprägte Wunsch indischer Schulen (eine Schule aus Dakar, Bangladesh ist auch dabei) mit Hilfe internationaler Schulprogramme sich einerseits von dem strikt britisch orientierten indischen Schulsystem abzuheben und Anerkennung über die Grenzen hinaus für Leistungen indischer Schulen zu erhalten.Diese Mischung aus einem Gefühl, nicht ernst genommen zu werden, und der Suche nach wirklicher Verbesserung der Schulen durch internationale Konzepte, somit "elitär" zu wirken und dies als Vorreiter ja auch zu sein, ist schon bemerkenswert und verständlich. Internationale Schulen in Indien werden oft vorwiegend von indischen Kindern besucht. Die großen Firmen wie Siemens und Mercedes haben für ihre Leute ihre eigenen Schulen.Indien sieht sich selbst als künftige Supermacht.
Wie knapp Reisen sein kann, berichtete ein US-Amerikanischer Redner, der zwanzig Minuten vor Beginn seines Workshops im ICC eintraf: Zum Glück war sein Workshop gut besucht, sonst schade.
Ansonsten wissen wir alle, dass man etwa 10.000 Stunden lernen muss, um einen Abschluss zu erlangen, dass weniger oft mehr ist, dass fleißig allein sein nicht reicht, aber auch einen Wert darstellt, dass das Rennen immer schneller Wissen zu erwerben nicht ohne die Zeit begriffen werden kann, sich die Dinge anzueignen, zu verstehen und einzuordnen, dass die Hopis keine Ohrtherapie mit Kerzen kannten und man auch kein Gehirntraining kaufen kann, auch wenn das bisweilen teuer angeboten wird, dass es nicht so sehr um die Kunst des Unterrichtens bzw. Lehrens geht, sondern um die Kunst des Lernens, dass also Bildung zu einer Dienstleistung wird, wie ein Hotel, und man angstfrei eher in der Lage ist, Neues aufzunehmen und zu verarbeiten, dass Herausforderungen bei geringem Stress besser bewältigt werden können... - ... all dies und noch viel mehr mit kleinen Übungen gegen das in den meisten Konferenzen lernfeindliche lange Sprechen!
Also Binsenweisheiten oder auch neueste Forschungserbnisse, zum Beispiel dies, dass die große Forschungsoffensive in den Girhirnen durch eine Milliardenspritze von Geroge Bush sen. initiiert wurde, dass in England jeder Mensch zum 60. Geburtstag eine kostenfreie Dauerkarte für alle Buslinien des Landes erhält, weil es zu große Mühe machen würde, die Bedürftigen herauszufiltern, so dass alle mit 60 Jahren kostenfrei durch die Gegend fahren können, egal, ob sie das selbst bezahlen könnten oder nicht,dass entwicklungsgeschichtlich Stress nicht länger als 30 Sekunden erträglich war und das menschliche Gehirne in der Regel das meiste vergesse, es sei denn es wird wiederholt. Nein, ich wiederhole jetzt nicht alles, denn das meiste kann man gleich wieder vergessen, außer das Netz, das vergisst ja nie!
Heute regnet es den ganzen Tag, erst mehr, jetzt weniger, das hat zu einer angenehmen Abkühlung auf etwa 25 Grad beigetragen...
Andreas lässt grüßen
Ulla berichtete heute von Überflutungen in Neu Dehli, wo ich ja am Sonntagmittag meine kleine Rundreise beginnen will. Die Reiseagentur beruhigte und sagte, unsere Route führe am Sonnatg gleich aus Dehli heraus, die anderen Ziele seien regenfest. Also vertraue ich meinen Organisierern und hoffe, dass alles gut vorbereitet ist. Immerhin habe ich so einen Platz für meinen Koffer in Dehli gefunden, den ich ja auf der Rundreise nicht bei mir haben muss.
Der offizielle Beginn der Veranstaltung zeigte mir heute, wie gut wir doch unsere Veranstaltungen durchführen. Schön waren Tanzbeiträge von Schülern der internationalen Schule in Pune (Poona sagte man früher, nun hat man sich auf Pune geeinigt, genauso wir man Mumbai sagt und nicht mehr Bombai, was aber nicht stimmt, denn die meisten Inder benutzen weiterhin die Kolonialnamen und das Kürzel für den Flughafen heißt "Bom"), die trditionelle Tanzelemente aus verschiednen Teilen Indiens vortrugen, aber auch zeitgenössische Tänze. Am beeindruckendsten sind aber immer die vielen farbenfrohen Textilien, die besonders die Mädchen tragen. Sannes Fotoapparart kam endlich auf seine Kosten.
Die Wortbeiträge gingen wenig über das hinaus, was Menschen an anderer Stelle sagen, bemerkenswert jedoch der stark ausgeprägte Wunsch indischer Schulen (eine Schule aus Dakar, Bangladesh ist auch dabei) mit Hilfe internationaler Schulprogramme sich einerseits von dem strikt britisch orientierten indischen Schulsystem abzuheben und Anerkennung über die Grenzen hinaus für Leistungen indischer Schulen zu erhalten.Diese Mischung aus einem Gefühl, nicht ernst genommen zu werden, und der Suche nach wirklicher Verbesserung der Schulen durch internationale Konzepte, somit "elitär" zu wirken und dies als Vorreiter ja auch zu sein, ist schon bemerkenswert und verständlich. Internationale Schulen in Indien werden oft vorwiegend von indischen Kindern besucht. Die großen Firmen wie Siemens und Mercedes haben für ihre Leute ihre eigenen Schulen.Indien sieht sich selbst als künftige Supermacht.
Wie knapp Reisen sein kann, berichtete ein US-Amerikanischer Redner, der zwanzig Minuten vor Beginn seines Workshops im ICC eintraf: Zum Glück war sein Workshop gut besucht, sonst schade.
Ansonsten wissen wir alle, dass man etwa 10.000 Stunden lernen muss, um einen Abschluss zu erlangen, dass weniger oft mehr ist, dass fleißig allein sein nicht reicht, aber auch einen Wert darstellt, dass das Rennen immer schneller Wissen zu erwerben nicht ohne die Zeit begriffen werden kann, sich die Dinge anzueignen, zu verstehen und einzuordnen, dass die Hopis keine Ohrtherapie mit Kerzen kannten und man auch kein Gehirntraining kaufen kann, auch wenn das bisweilen teuer angeboten wird, dass es nicht so sehr um die Kunst des Unterrichtens bzw. Lehrens geht, sondern um die Kunst des Lernens, dass also Bildung zu einer Dienstleistung wird, wie ein Hotel, und man angstfrei eher in der Lage ist, Neues aufzunehmen und zu verarbeiten, dass Herausforderungen bei geringem Stress besser bewältigt werden können... - ... all dies und noch viel mehr mit kleinen Übungen gegen das in den meisten Konferenzen lernfeindliche lange Sprechen!
Also Binsenweisheiten oder auch neueste Forschungserbnisse, zum Beispiel dies, dass die große Forschungsoffensive in den Girhirnen durch eine Milliardenspritze von Geroge Bush sen. initiiert wurde, dass in England jeder Mensch zum 60. Geburtstag eine kostenfreie Dauerkarte für alle Buslinien des Landes erhält, weil es zu große Mühe machen würde, die Bedürftigen herauszufiltern, so dass alle mit 60 Jahren kostenfrei durch die Gegend fahren können, egal, ob sie das selbst bezahlen könnten oder nicht,dass entwicklungsgeschichtlich Stress nicht länger als 30 Sekunden erträglich war und das menschliche Gehirne in der Regel das meiste vergesse, es sei denn es wird wiederholt. Nein, ich wiederhole jetzt nicht alles, denn das meiste kann man gleich wieder vergessen, außer das Netz, das vergisst ja nie!
Heute regnet es den ganzen Tag, erst mehr, jetzt weniger, das hat zu einer angenehmen Abkühlung auf etwa 25 Grad beigetragen...
Andreas lässt grüßen
Donnerstag, 23. September 2010
Austin 1928@The Waterfront Shaw
Donnerstag, 23. September 2010, 22 Uhr 38 in Mittelindien
Ich weiß gar nicht, wie diese Zeitzone heißt, die dreieinhalb Stunden vor der MESZ läuft. Zum Glück ist die Umstellung auf die Winterzeit vom Berlin-Marathon getrennt worden...
Nach deren heutigen Vorkonferenzen wurden die etwa 20 Aussteller, Sprecher und special Gäste am Abend gemeinsam zum Trinken und Essen geladen. Dabei lernte ich nicht nur, dass ganz Indien sich schämt wegen der Commenwealth-Spiele, doch am meisten, weil die Engländer gesagt haben, gebt uns zehn Tage, dann geht´s bei uns und die Inder arbeiten seit 7 Jahren an dem Projekt, was ein Siebenfaches (!?!) an Kosten produziert hat - also ganz im Weltmaßstab, wenn es ums Bauen geht, doch sicher fertig wird, aber nicht früher als zwei Tage davor! - sondern dass man einen 1928er Austin in einen Speisesall eines Restaurants stellen kann, Besteck auf die Kühlerhaube, Haupt- und Nachspeisen in den aufgefüllten Innenraum und die Suppe in den Kofferraum. Das Essen war gut.
Die Engländer haben wirklich einiges hiergelassen. Diesen Oldtimer behandeln sie wie ein Beutestück, das aber nicht in den Schrank gehört, sondern ruhig noch arbeiten darf, man darf es auch anfassen, wer unvorsichtig ist, stößt mit dem Stuhl dran und verursacht eine Schramme. KEIN PROBLEM!
Es gibt also doch noch Orte, die begehbar sind. So dieses INDISCHE RESTAURANT, wo wir verschiedene Speisen zu uns nehmen durften, nachdem viel Bier und Wein im Hinterhof des ersten Gebäudes am Orte mit einer gigantischen Lobby für Kleinhotel und Marketing LAVASA gereicht wurde. Wir erfuhren, dass der nächste dry day fast morgen gewesen wäre, doch weil Unruhen befürchtet wurden, wird der nächste dry day am Dienstag sein. Wer weiß, wo ich dann bin. Satyadeep, der 17 Jahre in Genf gearbeitet hatte und nun Gelder in Indien für gute Projekte von Indern und anderen Menschen, die zuviel Geld haben, aber was Sinnvolles fördern wollen, fand sich plötzlich völlig überrascht in der Minderheitenposition wieder, was in Indien wohl nicht so leicht passiert, doch internationale Schulen sind immer noch sehr oft dominiert von Amerikanern und Briten, Australiern und Kanadiern, selten Schweizern, kaum was anderes: So sind viele Dinge noch verteilt, wenn es um Geschäfte geht. Doch registrierte er auch eine Dummheit bei denen, die Indien links liegen lassen wie die IB-Organisation. Nun machen es die Inder selber. (DIE IBO h
at gerade Feuerunter dem Dach, nachdem bekannt wurde, dass sie aufgrund eines amerikanischen gesetzes einem kubanischen Prüfer wegen seiner Nationalität seine Prüfungserlaubnis entzogen haben!)
Ein Wort zur Nachbarschaft und indischen Perspektive: Nein, meinte er , China sei kein Feind, kein Konkurrent, nur könne man sich nie sicher sein damit, was sie militärisch vorhätten, immerhin berge der Himallaja 50% (!) der Weltwassererserven und hier sehe man dass so, dass die Chinesen mit dem Tibet begonnen hätten, sich ihren Anteil zu vergrößern, nun seien 95.000 chinesische Soldaten in Pakistan und in Indien glaubt niemand, dass nur einer davon wieder Pakistan verlassen wird. Pakistan hat über 200 Millionen Einwohner, nicht viel weniger als die USA, Bangladesh ist auch fast so bevökerungsreich, also müsse man sehen, dass die Stimmung gut bleibe. Die USA hätten sich ja leider aus der Weltgeschichte herauskattapultiert, indem sie sich den Irak genommen hätten und niemand in Asien glaubt an die Geschichte von Demokratie, aber an die Geschichte von Öl und wenn die das dürften, dann werden sich andere, wenn es um Rohstoffe geht, genau darauf berufen, wenn es so weit ist...doch Elefanten und Tiger wird es in freier Wildbahn auch in Indien bald nicht mehr geben, da die ständig wachsende Bevölkerung sich jedes "freie" Stück Land zueigen macht und keine Platz mehr für Natur übriglässt. So trägt jeder seinen Anteil bei.
Indische Schulen sind wie in China gerne von gewinnorientierten Eigentümern
- gerne in Ketten - betrieben, was Konkurrenz bedeute, was Mißtrauen bedeute und zur Abschottung statt zum Austausch beitrage. Indien habe ein derart schlechtes öffentliches Bildungswesen, zum Glück aber eine wachsende Mittelschicht, so entsünden viele neue Schulen. Der Reegierung sei nun nichts Besseres eingefallen, als allen Privatschulen vorzuschreiben, 25% der Schülerschaft aus der Nachbarschaft aufnehmen zu müssen, sogar die Gebühren dafür bezahle, doch die Schulen scheinen überfordert, diese Herausforderung konstruktiv begreifen zu können, leben sie doch, wie so viele gerne in ihrer eigenen kleinen Welt.
Da passt es wieder, dieses Sim-City-ähnliche Gebilde namens LAVASA in neulich noch nahezu unberührter Natur.
Vielen Dank für die Begleitung, so viele Worte wollte ich gar nicht machhen.
zu Gast in Indien
Ich weiß gar nicht, wie diese Zeitzone heißt, die dreieinhalb Stunden vor der MESZ läuft. Zum Glück ist die Umstellung auf die Winterzeit vom Berlin-Marathon getrennt worden...
Nach deren heutigen Vorkonferenzen wurden die etwa 20 Aussteller, Sprecher und special Gäste am Abend gemeinsam zum Trinken und Essen geladen. Dabei lernte ich nicht nur, dass ganz Indien sich schämt wegen der Commenwealth-Spiele, doch am meisten, weil die Engländer gesagt haben, gebt uns zehn Tage, dann geht´s bei uns und die Inder arbeiten seit 7 Jahren an dem Projekt, was ein Siebenfaches (!?!) an Kosten produziert hat - also ganz im Weltmaßstab, wenn es ums Bauen geht, doch sicher fertig wird, aber nicht früher als zwei Tage davor! - sondern dass man einen 1928er Austin in einen Speisesall eines Restaurants stellen kann, Besteck auf die Kühlerhaube, Haupt- und Nachspeisen in den aufgefüllten Innenraum und die Suppe in den Kofferraum. Das Essen war gut.
Die Engländer haben wirklich einiges hiergelassen. Diesen Oldtimer behandeln sie wie ein Beutestück, das aber nicht in den Schrank gehört, sondern ruhig noch arbeiten darf, man darf es auch anfassen, wer unvorsichtig ist, stößt mit dem Stuhl dran und verursacht eine Schramme. KEIN PROBLEM!
Es gibt also doch noch Orte, die begehbar sind. So dieses INDISCHE RESTAURANT, wo wir verschiedene Speisen zu uns nehmen durften, nachdem viel Bier und Wein im Hinterhof des ersten Gebäudes am Orte mit einer gigantischen Lobby für Kleinhotel und Marketing LAVASA gereicht wurde. Wir erfuhren, dass der nächste dry day fast morgen gewesen wäre, doch weil Unruhen befürchtet wurden, wird der nächste dry day am Dienstag sein. Wer weiß, wo ich dann bin. Satyadeep, der 17 Jahre in Genf gearbeitet hatte und nun Gelder in Indien für gute Projekte von Indern und anderen Menschen, die zuviel Geld haben, aber was Sinnvolles fördern wollen, fand sich plötzlich völlig überrascht in der Minderheitenposition wieder, was in Indien wohl nicht so leicht passiert, doch internationale Schulen sind immer noch sehr oft dominiert von Amerikanern und Briten, Australiern und Kanadiern, selten Schweizern, kaum was anderes: So sind viele Dinge noch verteilt, wenn es um Geschäfte geht. Doch registrierte er auch eine Dummheit bei denen, die Indien links liegen lassen wie die IB-Organisation. Nun machen es die Inder selber. (DIE IBO h
at gerade Feuerunter dem Dach, nachdem bekannt wurde, dass sie aufgrund eines amerikanischen gesetzes einem kubanischen Prüfer wegen seiner Nationalität seine Prüfungserlaubnis entzogen haben!)
Ein Wort zur Nachbarschaft und indischen Perspektive: Nein, meinte er , China sei kein Feind, kein Konkurrent, nur könne man sich nie sicher sein damit, was sie militärisch vorhätten, immerhin berge der Himallaja 50% (!) der Weltwassererserven und hier sehe man dass so, dass die Chinesen mit dem Tibet begonnen hätten, sich ihren Anteil zu vergrößern, nun seien 95.000 chinesische Soldaten in Pakistan und in Indien glaubt niemand, dass nur einer davon wieder Pakistan verlassen wird. Pakistan hat über 200 Millionen Einwohner, nicht viel weniger als die USA, Bangladesh ist auch fast so bevökerungsreich, also müsse man sehen, dass die Stimmung gut bleibe. Die USA hätten sich ja leider aus der Weltgeschichte herauskattapultiert, indem sie sich den Irak genommen hätten und niemand in Asien glaubt an die Geschichte von Demokratie, aber an die Geschichte von Öl und wenn die das dürften, dann werden sich andere, wenn es um Rohstoffe geht, genau darauf berufen, wenn es so weit ist...doch Elefanten und Tiger wird es in freier Wildbahn auch in Indien bald nicht mehr geben, da die ständig wachsende Bevölkerung sich jedes "freie" Stück Land zueigen macht und keine Platz mehr für Natur übriglässt. So trägt jeder seinen Anteil bei.
Indische Schulen sind wie in China gerne von gewinnorientierten Eigentümern
- gerne in Ketten - betrieben, was Konkurrenz bedeute, was Mißtrauen bedeute und zur Abschottung statt zum Austausch beitrage. Indien habe ein derart schlechtes öffentliches Bildungswesen, zum Glück aber eine wachsende Mittelschicht, so entsünden viele neue Schulen. Der Reegierung sei nun nichts Besseres eingefallen, als allen Privatschulen vorzuschreiben, 25% der Schülerschaft aus der Nachbarschaft aufnehmen zu müssen, sogar die Gebühren dafür bezahle, doch die Schulen scheinen überfordert, diese Herausforderung konstruktiv begreifen zu können, leben sie doch, wie so viele gerne in ihrer eigenen kleinen Welt.
Da passt es wieder, dieses Sim-City-ähnliche Gebilde namens LAVASA in neulich noch nahezu unberührter Natur.
Vielen Dank für die Begleitung, so viele Worte wollte ich gar nicht machhen.
Andreas
zu Gast in Indien
TAISI@LAVASA ICC
Mit dem Beginn der Konferenz
mehr als 24 Stunden nach meiner Ankunft
beginne ich zu verstehen,
dass dieser Konferenzort ideal ist.
Wieviel Glück ich mit meiner Anreise hatte,
lernte ich heute von einem Schweizer und einem Australie,
die beide über Mumbai gekommen waren,
nachts zwischen 1 und 2 angekommen sind,
dann jedoch auf ihrer Fahrt mitten in der Nacht
alle beide in zweistündige Staus geraten sind,
deren Ursache alle Beteiligten unklar blieb:
Das nenne ich eine noch bessere Einübung in Gelassenheit.
Ein Teil der Teilnehmer ist mit den heutigen Vorkonferenzen eingetroffen,
die anderen sollen folgen. Da das Hotel 130 Zimmer hat, errechnen wir mehrere Zweibettzimmer.
Nun lernen wir mehr Fakten:
180 Leute werden aus 40 Schulen aus Indien erwartet.
Hier gibt es gar nichts,
was man in einer menschlichen Siedlung erwartet,
wenn man sich zu Fuß in seinem Umfeld bewegt.
Natürlich bietet das Mercure Hotel alles, was man von einem Hotel erwartet - und machmal noch mehr -, ein Zimmer mit Bad und Dusche, sogar eine Klimaanlage, die man ein- und ausschalten kann, eine britsiche Frühstücksecke im Zimmer mit Teebeuteln und Instant-Kaffee-Pulver, einer Minibar mit Softdrinks, einem Fernseher mit wahrscheilich mehreren hundert asiatischen Stationen nebst CNN und BBC, sonst meist in nicht-englischer Sprache, schnelles freundliches Personal.
Es gibt jedoch einen großzügig gestaltetes Konferenzzentrum mit moderner Technik, wo die Konferenz stattfindet: LAVASA INTERNATIONAL CONVENTION CENTER. Und da die Konferenz unter dem Motto steht:
Change and Innovation - Exploring the Possibilities:
E 3 - Exitement, Energy und Empowerment
Man würde es eine Geisterstadt nennen können,
doch da ja überall noch gebaut wird,
bleibe ich beim Arbeitstitel "Baustelle"
(Change and Innovation, also Veränderung und Innovation, stimmt, die drei "E" muss ich erst noch verstehen, wenn ich mehr über Windenergie und Atomkraft weiß)
- vier Internatsschulen allein wollen im Sommer 2011 eröffnen -
denn es gibt kein Geschäft, kein Cafe, keine Bank, kein Restaurant, keine Wechselstube, keine Tankstelle, keine Kirche, keine Moschee, kein Friedhof, kein Rathaus...Also muss ich das Hotel- bzw. Konferenzpersonal testen, wenn ich meine, was zu brauchen, was man sich ansonsten in einem Geschäft kauft oder in einer Bank "holt".
Ich werde von allen Seiten sehr freundlich behandelt und alle Wünsche, die ich äußere, werden so schnell wie eben möglich ist, in die Tat umgesetzt.
Nur indisches Geld habe ich noch keines. Das heisst doch: EinKollege aus der Schweiz lieh mir etwas.
Das ICC hier ist eine 580 Meter vom Hotel entfernt, doch man legte großen Wert darauf, dass die Gäste gefahren werden. Offensichtlich ist die Konferenz auch eine Erprobung lokaler Dienstleistungen.
Ich höre, Berlin hat auch schönes Wetter, Altweibersommer.
liebe grüße aus indien: Andreas
mehr als 24 Stunden nach meiner Ankunft
beginne ich zu verstehen,
dass dieser Konferenzort ideal ist.
Wieviel Glück ich mit meiner Anreise hatte,
lernte ich heute von einem Schweizer und einem Australie,
die beide über Mumbai gekommen waren,
nachts zwischen 1 und 2 angekommen sind,
dann jedoch auf ihrer Fahrt mitten in der Nacht
alle beide in zweistündige Staus geraten sind,
deren Ursache alle Beteiligten unklar blieb:
Das nenne ich eine noch bessere Einübung in Gelassenheit.
Ein Teil der Teilnehmer ist mit den heutigen Vorkonferenzen eingetroffen,
die anderen sollen folgen. Da das Hotel 130 Zimmer hat, errechnen wir mehrere Zweibettzimmer.
Nun lernen wir mehr Fakten:
180 Leute werden aus 40 Schulen aus Indien erwartet.
Hier gibt es gar nichts,
was man in einer menschlichen Siedlung erwartet,
wenn man sich zu Fuß in seinem Umfeld bewegt.
Natürlich bietet das Mercure Hotel alles, was man von einem Hotel erwartet - und machmal noch mehr -, ein Zimmer mit Bad und Dusche, sogar eine Klimaanlage, die man ein- und ausschalten kann, eine britsiche Frühstücksecke im Zimmer mit Teebeuteln und Instant-Kaffee-Pulver, einer Minibar mit Softdrinks, einem Fernseher mit wahrscheilich mehreren hundert asiatischen Stationen nebst CNN und BBC, sonst meist in nicht-englischer Sprache, schnelles freundliches Personal.
Es gibt jedoch einen großzügig gestaltetes Konferenzzentrum mit moderner Technik, wo die Konferenz stattfindet: LAVASA INTERNATIONAL CONVENTION CENTER. Und da die Konferenz unter dem Motto steht:
Change and Innovation - Exploring the Possibilities:
E 3 - Exitement, Energy und Empowerment
Man würde es eine Geisterstadt nennen können,
doch da ja überall noch gebaut wird,
bleibe ich beim Arbeitstitel "Baustelle"
(Change and Innovation, also Veränderung und Innovation, stimmt, die drei "E" muss ich erst noch verstehen, wenn ich mehr über Windenergie und Atomkraft weiß)
- vier Internatsschulen allein wollen im Sommer 2011 eröffnen -
denn es gibt kein Geschäft, kein Cafe, keine Bank, kein Restaurant, keine Wechselstube, keine Tankstelle, keine Kirche, keine Moschee, kein Friedhof, kein Rathaus...Also muss ich das Hotel- bzw. Konferenzpersonal testen, wenn ich meine, was zu brauchen, was man sich ansonsten in einem Geschäft kauft oder in einer Bank "holt".
Ich werde von allen Seiten sehr freundlich behandelt und alle Wünsche, die ich äußere, werden so schnell wie eben möglich ist, in die Tat umgesetzt.
Nur indisches Geld habe ich noch keines. Das heisst doch: EinKollege aus der Schweiz lieh mir etwas.
Das ICC hier ist eine 580 Meter vom Hotel entfernt, doch man legte großen Wert darauf, dass die Gäste gefahren werden. Offensichtlich ist die Konferenz auch eine Erprobung lokaler Dienstleistungen.
Ich höre, Berlin hat auch schönes Wetter, Altweibersommer.
liebe grüße aus indien: Andreas
LAVASA III
Heute beginnt die Konferenz internationaler Schulen in Indien mit Referenten aus anderen Teilen der Welt.
Zum ersten Mal findet auf dem indischen Kontinent ein IB-Workshop statt: Hindu und Theory of Knowledge (TOK), zwei Fächer, die man auf dem Weg zum IB-Diplom belegen kann. Die IB-Organisation hat sich immer schwer getan, den einzelnen Regionen das Recht zuzugestehen, eigene anerkannte Weiterbildungskurse für Lehrkräfte zuzulassen. Meist wurden teure Workshops in teuren Hotels mit langer Anreise organisert und da es keine anerkannte Alternative gab, mussten alle ihre Leute dorthin senden. Nicht schlecht für die betroffenen Lehrkräfte, doch viel zu teuer auf Dauer.
Das hiesige Projekt einer neuen grünen Stadt LAVASA, keine zwei Autostunden entfernt von Bombai (Mumbai) und Poona, zwei überfüllte Orte mit wenig Luft zum Atmen, versteht als Naturressort, soll einigen Hunderttausend Menschen Wohnraum geben. Entlang dem Stausee werden Häuser nach italienischen Stil gebaut, kleine und große, die vier verschiedenen werde thematisch aufgeteilt, so dass eines den Schwrpunkt Golf hat.
Da nun die meisten Liegenschaften verkauft sind, spricht sehr vieles dafür, dass dies das neue Datschenviertel mit guter Luft, Sicherheit und anregenden Bildungsangeboten für die ganze Familie wird. 10% der Inder sollen mehr Geld haben als sie benötigen. Renomierte Einrichtungen aus der ganzen Welt haben sich hier in dem jeweiligen Tal zur Ansiedlung bewegen lassen, nicht nur die Universität von Cambridge, der beste Golftrainer, ... So werden denn hier in erster Linie Menschen leben, die hier als Dienstkräfte und Dienstleister tätig sind und hier also nicht wegkönnen. Der Ort soll börsennotiert sein, um die Weiterentwicklung zu finanzieren - oder auch nicht.
Jeden Monat, so lernte ich heute Morgen, werden 1 Mio. junge Inder auf den Arbeitsmarkt "entlassen", von denen etwa 10 % gut gebildet sind. So ist viel Platz für Arbeitskräfte für einfache Tätigkeiten und ein Anspruch auf eine Mindestbezahlung ist schwer durchzusetzen, wenn in einem jahr in Indien für etwa 1 Mio. Menschen Jobs in Wirtschaft und Verwaltung entstehen. Mathematisch blieben etwa 90 % Suchende, 11 Millionen NEUE / JUNGE in einem Jahr.
SO wundert es nicht, dass der Weg vom Rollfeld zum Flughafengebäude in Poona von mehr als 50 Menschen gesäumt wurde, deren Aufgabe es war, den Passagieren per Handzeichen den richtigen Weg zu weisen.
Auch im Hotel bist du dauernd von freundlichen Helfern umstellt, die dir die Tür aufhalten, das Geschirr erneuern, den Tisch abwischen...
Zu Füßen des Hotels wohnen Arbeitskräfte für die Baustellen mit ihren Kindern in Blechhütten ohne frisches Wasser. Ich schaue mal, was ich noch dazulernen kann.
Zum ersten Mal findet auf dem indischen Kontinent ein IB-Workshop statt: Hindu und Theory of Knowledge (TOK), zwei Fächer, die man auf dem Weg zum IB-Diplom belegen kann. Die IB-Organisation hat sich immer schwer getan, den einzelnen Regionen das Recht zuzugestehen, eigene anerkannte Weiterbildungskurse für Lehrkräfte zuzulassen. Meist wurden teure Workshops in teuren Hotels mit langer Anreise organisert und da es keine anerkannte Alternative gab, mussten alle ihre Leute dorthin senden. Nicht schlecht für die betroffenen Lehrkräfte, doch viel zu teuer auf Dauer.
Das hiesige Projekt einer neuen grünen Stadt LAVASA, keine zwei Autostunden entfernt von Bombai (Mumbai) und Poona, zwei überfüllte Orte mit wenig Luft zum Atmen, versteht als Naturressort, soll einigen Hunderttausend Menschen Wohnraum geben. Entlang dem Stausee werden Häuser nach italienischen Stil gebaut, kleine und große, die vier verschiedenen werde thematisch aufgeteilt, so dass eines den Schwrpunkt Golf hat.
Da nun die meisten Liegenschaften verkauft sind, spricht sehr vieles dafür, dass dies das neue Datschenviertel mit guter Luft, Sicherheit und anregenden Bildungsangeboten für die ganze Familie wird. 10% der Inder sollen mehr Geld haben als sie benötigen. Renomierte Einrichtungen aus der ganzen Welt haben sich hier in dem jeweiligen Tal zur Ansiedlung bewegen lassen, nicht nur die Universität von Cambridge, der beste Golftrainer, ... So werden denn hier in erster Linie Menschen leben, die hier als Dienstkräfte und Dienstleister tätig sind und hier also nicht wegkönnen. Der Ort soll börsennotiert sein, um die Weiterentwicklung zu finanzieren - oder auch nicht.
Jeden Monat, so lernte ich heute Morgen, werden 1 Mio. junge Inder auf den Arbeitsmarkt "entlassen", von denen etwa 10 % gut gebildet sind. So ist viel Platz für Arbeitskräfte für einfache Tätigkeiten und ein Anspruch auf eine Mindestbezahlung ist schwer durchzusetzen, wenn in einem jahr in Indien für etwa 1 Mio. Menschen Jobs in Wirtschaft und Verwaltung entstehen. Mathematisch blieben etwa 90 % Suchende, 11 Millionen NEUE / JUNGE in einem Jahr.
SO wundert es nicht, dass der Weg vom Rollfeld zum Flughafengebäude in Poona von mehr als 50 Menschen gesäumt wurde, deren Aufgabe es war, den Passagieren per Handzeichen den richtigen Weg zu weisen.
Auch im Hotel bist du dauernd von freundlichen Helfern umstellt, die dir die Tür aufhalten, das Geschirr erneuern, den Tisch abwischen...
Zu Füßen des Hotels wohnen Arbeitskräfte für die Baustellen mit ihren Kindern in Blechhütten ohne frisches Wasser. Ich schaue mal, was ich noch dazulernen kann.
Mittwoch, 22. September 2010
Angekommen in LAVASA II
Die Reise vom Flughafen in Poona mit einem Auto zum Hotel in LAVASA war eine 2-stündige Einübung in Gelasenheit. Der freundliche Fahrer war bereit mir vorab mitzuteilen, dass wir für diese Reise zwei Stunden benötigen würden. Er wollte auch gleich los und gestattete mir, im Auto eine Zigarette zu rauchen, was mir den Unterschied zwischen der realen Temperatur (ca. 30 Grad) und der dann per Klimaanlage reduzierten Klimalage ermöglichte. Das kleine wendige Fahrzeug bewegte sich zwischen vielen anderen mobilen Einheiten mit Motorantrieb - keine Fahrräder, viele Mopets mit drei oder vier unbehelmten Menschen, viele dreiradangetriebene Droschken, wenige Busse, einige LKWs - britisch geordnet im Linksverkehr, britisch orientiert (immer mit Blick auf alle anderen Verkehrsteilnehmer aber nicht auf die Verkehrsregeln von Ampeln, Vorfahrt, durchgezogenen Linien, Überholverbot oder Geschwindigkeitsbegrenzung) immer fair in der Hinsicht, keinen zu verletzen zu wollen oder anzurempeln, aber bisweilen haarscharf daran vor, doch immer darauf bedacht, das sehr beliebte Hupen als Warnung an andere zu nutzen und nicht zur Niedermachung anderer Verkehrsteilnehmer, folglich gerne musikalisch, immer im Fluss - außer NIX GEHT MEHR - wie wir es von ganz früher aus den Bergen kannten, wo die Hupe dazu diente, eventuellem Gegenverkehr von der Gefahr ungebremsten Weiterfahrens kundzutun.
Dasbei bewegten wir uns an bunten Menschen(d.h. bunt gekleidet sind fast nur die Frauen, dafür aber viele, motorisierte Lenker sahen wir fast nur Männer) kaputten Häusern, Blechhütten und Werbeplakaten vorbei, Verkaufsständen und Haltestellen, sahen viele schwarze Schafe und heilige, abgemagerte Kühe auf ihrem Weg werweißwohin - und ich dachte: Dass ist also Indien. Ganz ähnlich wie Nicaragua. Nur vielmehr Menschen, mehr Kulturen, mehr Religionen. Wenn wir heute von einer Milliarde Indern ausgehen, wovon 450 Millionen unter 25 Jahre alt sind, ...Das Fahren verhinderte bettelnde Menschen an unser Auto zu kommen, das Fahren legte den Blick frei für viel Militärpräsens in den Straßen - das war auch am Flughafen schon so, sol aber "normal sein", also keine Reaktion auf aktuelle Bedrohungsszenarien. Mein Fahrer sprach wenig Englsich, wie andere auch wenig Englisch verstanden, jedoch immer freundlich zuvorkommend die Türe aufhalten, die Tasche tragen, das Glas nachfüllen.
Das Rätsel der vielen unfertigen Baustellen, die verlassen und verkommen aussehen, versuchte heute Abend ein Kollege der örtlichen Entwicklungsgesellschaft zu erläutern: Der Monun hat sin gerade verabschiedet und kommt im Juni mit 60 - 80 Litern Regen pro qm zurück; da blieben alle Baustellen verweist, weiterbebaut wird jetzt erst...
Nach einer Vogelbeobachtung am Nachmittag und Rotwein am trockenen Mittwoch - es gibt bei den Hindus "dry days" - kein Alkohol. Wass aber mit denen passiert, die sich daran nicht halten, wollten sie mir auch nicht erläutern...
Danke für die Begleitung - am Ende des ersten Tages, der aber ein wenig mehr als 24 Stunden umfasst hat:
Grüßevon Andreas aus Indien II
Dasbei bewegten wir uns an bunten Menschen(d.h. bunt gekleidet sind fast nur die Frauen, dafür aber viele, motorisierte Lenker sahen wir fast nur Männer) kaputten Häusern, Blechhütten und Werbeplakaten vorbei, Verkaufsständen und Haltestellen, sahen viele schwarze Schafe und heilige, abgemagerte Kühe auf ihrem Weg werweißwohin - und ich dachte: Dass ist also Indien. Ganz ähnlich wie Nicaragua. Nur vielmehr Menschen, mehr Kulturen, mehr Religionen. Wenn wir heute von einer Milliarde Indern ausgehen, wovon 450 Millionen unter 25 Jahre alt sind, ...Das Fahren verhinderte bettelnde Menschen an unser Auto zu kommen, das Fahren legte den Blick frei für viel Militärpräsens in den Straßen - das war auch am Flughafen schon so, sol aber "normal sein", also keine Reaktion auf aktuelle Bedrohungsszenarien. Mein Fahrer sprach wenig Englsich, wie andere auch wenig Englisch verstanden, jedoch immer freundlich zuvorkommend die Türe aufhalten, die Tasche tragen, das Glas nachfüllen.
Das Rätsel der vielen unfertigen Baustellen, die verlassen und verkommen aussehen, versuchte heute Abend ein Kollege der örtlichen Entwicklungsgesellschaft zu erläutern: Der Monun hat sin gerade verabschiedet und kommt im Juni mit 60 - 80 Litern Regen pro qm zurück; da blieben alle Baustellen verweist, weiterbebaut wird jetzt erst...
Nach einer Vogelbeobachtung am Nachmittag und Rotwein am trockenen Mittwoch - es gibt bei den Hindus "dry days" - kein Alkohol. Wass aber mit denen passiert, die sich daran nicht halten, wollten sie mir auch nicht erläutern...
Danke für die Begleitung - am Ende des ersten Tages, der aber ein wenig mehr als 24 Stunden umfasst hat:
Grüßevon Andreas aus Indien II
Angekommen in LAVASA
Liebe Daheimgebliebene,
hier ist es Mittwoch, früher Abend, jurz vor 19 Uhr. Meine erste kurze indische Dämmerung geht bereits in nächtliche Beleuchtung über. Die Konferenz internationaler Schuken in Indien, organisiert von der Gruppe TAISI, deren Leiterin mich eingeladen hatte, beginnt morgen.
Berlin und Indien trennen 3einhalb Stunden.
Der Ort LAVASA existiert eigentlich noch gar nicht richtig, ist eine große Baustelle, hatte 2000 Einwohner und soll bald eine "grüne" Großstadt werden, anders als andere indische Städte, sagt man. Doch dazu werde ich morgen früh mehr erfahren, um 7:15 Uhr findet eine Baustellen-Promotion-Tour statt. Der Ort liegt an einem sehr großen Stausee, welcher das nicht weit entfernte Mumbai (oft besser bekannt als Bombai) mit Strohm versorgt. Das Hotel hat aber 130 Zimmer, sehr freundliches Personal, Frühstück, Mittagessen und Abendessen gibt es hier auch im Hause, wo ich doch aufgehört hatte, Mittagessen zu mir zu nehmen und abnehmen wollte. Doch die Sorge um Durchfall-erzeugende Nahrung bremst mich sicher. Ein schneller Internetanschluss ermöglicht mir den Kontakt von meinem klimatisierten Hotelzimmer mit anderen Teilen der digitalisierten Welt.
Die Anreise über Tegel ging ganz langsam los, da der erste Teil nach München ging und die Schalter dort erst kurz vor Abflug öffnen. Ich fand doch wen, um meinen Koffer aufzugeben und Bordksrten zu erhalten, doch nur bis Neu Dehli, also Station eins und zwei. So hatte ich Sitzplätze, pünktliche Piloten von Berlin und nach Neu Dehli, in München sogar noch Zeit (keine Sitzplatzsuche). Siebeneinhalb Stunden in Richtung ab München ließen Zeit zum Lesen, Essen, Trinken, Musikhören, Schlafen und Beobachten der Flugrute über Budapest, die Uraine, Afganisten, den Iran: Eine lange Linie auf dem Globus in kurzer Zeit überflogen. Ohne Fensterplatz konnte ich natürlich nicht so viel mitbekommen, doch der Flug in den Sonnenaufgang (über den Wolken) war schon toll.
In dem riesigen, pompösen Flughafengebäude der indischen Hauptatdt durfte natürlich nicht die Einreise fehlen, muss man doch ein Visum für Indien beantragen und sollte keine Vorfahren aus Pakistan haben.
Es waren zwei Stunden Zeit, bevor die Anschlussmaschine nach Poona losfliegen sollte, was sich in der tat als sehr knapp erwies. Als nächstes galt es den Koffer zu finden, durch den Zoll zu gehen und nach einem Bus zum Terminal 1 zu suchen, was schnell gelang, doch der Bus wartete noch auf viele andere Menschen, die dorthn wollten, wo die Inlandsflüge starten. In zehn Tagen beginnen hier (dort) die Commenwealth Games, doch alles ist eine große Baustelle. Die Reise zum Terminal one dauerte eine knappe halbe Stunde, doch ich hatte Glück, wurde meinen Koffer los, erhielt eine Bordkarte (!!!), durfte wieder in einen Bus, der alle verbliebenen zum FLugzeug brachte, welche von der Firma Kingfisher betrieben wird. Da hatte ich ganz schön geschwitzt und war dankbar für meine erstes indisches Glück, nämölich, dass ich dort mitkam und dann in Poona auch noch meinen Koffer ohne Umstände fand und mitnahm - wie überall auf der Welt, keiner kümmert sich darum, wer welchen mitnimmt. Dort, am Flughafen in Poona, wartete ein Mann von dem Hotel in LAVASA und brachte mich hierhin.
Wie diese zwei Stunden verliefen, dazu bald mehr.
Grüße an alle
Andreas in Indien I
hier ist es Mittwoch, früher Abend, jurz vor 19 Uhr. Meine erste kurze indische Dämmerung geht bereits in nächtliche Beleuchtung über. Die Konferenz internationaler Schuken in Indien, organisiert von der Gruppe TAISI, deren Leiterin mich eingeladen hatte, beginnt morgen.
Berlin und Indien trennen 3einhalb Stunden.
Der Ort LAVASA existiert eigentlich noch gar nicht richtig, ist eine große Baustelle, hatte 2000 Einwohner und soll bald eine "grüne" Großstadt werden, anders als andere indische Städte, sagt man. Doch dazu werde ich morgen früh mehr erfahren, um 7:15 Uhr findet eine Baustellen-Promotion-Tour statt. Der Ort liegt an einem sehr großen Stausee, welcher das nicht weit entfernte Mumbai (oft besser bekannt als Bombai) mit Strohm versorgt. Das Hotel hat aber 130 Zimmer, sehr freundliches Personal, Frühstück, Mittagessen und Abendessen gibt es hier auch im Hause, wo ich doch aufgehört hatte, Mittagessen zu mir zu nehmen und abnehmen wollte. Doch die Sorge um Durchfall-erzeugende Nahrung bremst mich sicher. Ein schneller Internetanschluss ermöglicht mir den Kontakt von meinem klimatisierten Hotelzimmer mit anderen Teilen der digitalisierten Welt.
Die Anreise über Tegel ging ganz langsam los, da der erste Teil nach München ging und die Schalter dort erst kurz vor Abflug öffnen. Ich fand doch wen, um meinen Koffer aufzugeben und Bordksrten zu erhalten, doch nur bis Neu Dehli, also Station eins und zwei. So hatte ich Sitzplätze, pünktliche Piloten von Berlin und nach Neu Dehli, in München sogar noch Zeit (keine Sitzplatzsuche). Siebeneinhalb Stunden in Richtung ab München ließen Zeit zum Lesen, Essen, Trinken, Musikhören, Schlafen und Beobachten der Flugrute über Budapest, die Uraine, Afganisten, den Iran: Eine lange Linie auf dem Globus in kurzer Zeit überflogen. Ohne Fensterplatz konnte ich natürlich nicht so viel mitbekommen, doch der Flug in den Sonnenaufgang (über den Wolken) war schon toll.
In dem riesigen, pompösen Flughafengebäude der indischen Hauptatdt durfte natürlich nicht die Einreise fehlen, muss man doch ein Visum für Indien beantragen und sollte keine Vorfahren aus Pakistan haben.
Es waren zwei Stunden Zeit, bevor die Anschlussmaschine nach Poona losfliegen sollte, was sich in der tat als sehr knapp erwies. Als nächstes galt es den Koffer zu finden, durch den Zoll zu gehen und nach einem Bus zum Terminal 1 zu suchen, was schnell gelang, doch der Bus wartete noch auf viele andere Menschen, die dorthn wollten, wo die Inlandsflüge starten. In zehn Tagen beginnen hier (dort) die Commenwealth Games, doch alles ist eine große Baustelle. Die Reise zum Terminal one dauerte eine knappe halbe Stunde, doch ich hatte Glück, wurde meinen Koffer los, erhielt eine Bordkarte (!!!), durfte wieder in einen Bus, der alle verbliebenen zum FLugzeug brachte, welche von der Firma Kingfisher betrieben wird. Da hatte ich ganz schön geschwitzt und war dankbar für meine erstes indisches Glück, nämölich, dass ich dort mitkam und dann in Poona auch noch meinen Koffer ohne Umstände fand und mitnahm - wie überall auf der Welt, keiner kümmert sich darum, wer welchen mitnimmt. Dort, am Flughafen in Poona, wartete ein Mann von dem Hotel in LAVASA und brachte mich hierhin.
Wie diese zwei Stunden verliefen, dazu bald mehr.
Grüße an alle
Andreas in Indien I
Montag, 20. September 2010
Vor der Abreise
Am Dienstag wird die Reise um 17 Uhr ab Tegel beginnen. Ich bin gespannt und danke allen, die mich aus der Entfernung begleiten.
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