Erst einmal danke ich allen,
die mich als Leserin, als Leser,
als Mitreisender auf dieser Reise begleitet haben,
Ulla und Sanne,
Andrea, Frau Gewecke, Herr Schnegg
und wer auch immer noch dabei war.
Ohne Euch/Sie hätte ich –
ich muss es leider schreiben, weil
es stimmt –
mich nicht an jedem Abend,
in jeder Nacht noch hingesetzt und die Ereignisse des Tages beschrieben,
auch für mich.
Die Reise war ein Abenteuer,
diese Notizen zu schreiben auch.
Ich danke für die sehr tollen Kommentare,
Sanne und Herrn Schnegg für die Schaffung der technischen Voraussetzungen.
Zu einer systematischen Zusammenfassung
hat es nicht gereicht. Ich hoffe ein Rückblick gelingt mir noch.
Jetzt, vier Stunden vor Abreise aus dem Hotel
ist alles gepackt,
Weckdienst und Wecker aktiviert,
das letzte sibirische Heineken auf dem Tisch
(nach zwei Nächten mit fast sechs Stunden Schlaf ist das o.K.).
Am Montag geht der Schulalltag weiter,
als wenn nichts gewesen wäre.
Ich bin gespannt auf diesen Sprung.
Doch vorher werden wir ja noch das WM Eröffnungsspiel sehen.
Ein echt sibirischer Kontrast.
Danke für die Wünsche für eine gute Reise.
Und heute?
Der versprochene Regen blieb aus,
22 -24 Grad war gut,
die Schiffsreise auf dem Ob war gut,
wenig besucht, sehr windig,
viele Schrottschiffe gestrandet,
viel zu laute Musik,
endlich verstanden,
wie die Oligarchen zu solchen werden konnten,
Mann mit Goldgebiss war der Auslöser:
Dies russische Statussymbol.
Kein Besuch mehr von Friedhof und Bahnhof,
aber gemeinsames Mittagessen mit allen auf einer schönen Plattform
mit sozialistischem Service,
kalte Pizza, verlaufenes Eis, lange Wartezeit,
doch Gelegenheit zu einem Kaffee auf Bodenhöhe
mit einer Schulleiterin von Mitra,
Wende- und Ost-West-Rückblicke,
Ähnlichkeiten der dynamischen Persönlichkeiten von der Organisatorin und Peggy.
Bär gefunden, Unikat einer ganz Begeisterten verkaufenden Künstlerin,
die es gar nicht fassen konnte,
dass einer der Ihren nun nach Berlin zieht,
Katziges, einen Kleinschmuck.
Die Auswahl war überwältigend,
vorsichtshalber jeden zweiten Stand abfotografiert,
auch einen dösenden Wachsoldaten,
der dann doch wach war, wütend wurde,
doch ich konnte ja kein Wort verstehen,
das merkte er dann auch,
vielleicht entdeckte er auch meinen heutigen Pin am Revers:
Die beiden Flaggen von Russland und Deutschend aus einem Guss!?!!
die Sonne verbrannte mir den Nacken,
Klaus aus Lübbecke mit seinem Sohn wieder getroffen:
„Zurück ist schwerer als weg.“ Er schien es zu ahnen.
Zweite Chipkarte eingesetzt,
war doch gut, Sanne! Dann noch hemmungslos drauflos fotografiert,
auch ein italienisches Fest im Park mit Modenschau sowie
Tanzveranstaltung wie wir sie aus dem Zenner kennen.
Noch nie so viele Hochhackige Frauen gesehen wie hier,
unglaublich und viele junge Frauen sehr modisch gekleidet,
Männer sehr selten (Mit Männer und Frauen das hatten wir,
glaube ich, früher mal abgehandelt?!?).
U-Bahn gefahren,
zwei Stationen, Töne genommen.
Spaziergang mit allen auf der Suche nach einem Restaurant
zeigte erneut, aber ich habe mich dazu nicht
eingelassen noch ausgelassen,
den irrsinnigen Städtebau, der keiner ist,
letztlich keine schöne Stadt,
eigentlich gar keine Stadt,
man entdeckt keine Idee,
es gibt keine Struktur,
neben einem Wohnblock kommt en großer Industrieblock,
wenig grün,
jeder baut,
wo gerade Platz ist,
und Platz ist viel,
Straßen zum Teil viel zu breit,
Verkehr viel zu dicht,
Straßenbahnschienen gehen aus dem Leim,
die alten Tatras schafffen es gerade noch,
dann ein Hochhaus neben alten, tollen, aber verfallenen Häusern von vor Hundert Jahren,
neben verfallenen aus den siebziger Jahren,
daneben ein neues Hilton mit einem Hummer davor,
davor ein heruntergekommener Kindergarten:
„Wie viele Kitaplätze fehlen gerade in Novosibirsk“, fragt unsere Kitaleiterin.
„Wie viele Kitaplätze fehlen gerade in Novosibirsk“, fragt unsere Kitaleiterin.
Ich schlage nach bei Dichtung und Wahrheit.
Ja, 30.000 haben sie gesagt,
in Marzahn waren es 400 und man jammert
und ruft den Notstand aus.
Letzte Zigarette für heute,
noch ein wenig Schlafen.
Rauchen kann man hier fast überall,
außer – wie gesagt bei den Orthodoxen -
doch in der Gruppe bin ich der einzig Aktive.
Also nicht nur sehr wenig Vodka,
Frau Dr. B. meinte, ich hätte das verhindert, sei eine Spaßbremse,
doch ohne Bremse keine Notizen…
sondern auch wenig Rauchen – alles unrussisch.
Das Geld ist alle,
der Automat verweigerte die Kooperation,
sonst, wer weiß…
Gute Nacht, Leute,
es wird Zeit für mich zu gehen….
DANKE noch mal!!!
Ich würde mich über ein persönliches wie politisches Resumé freuen und denke, diese tollen Berichte würde damit eine Abrundung erfahren.
AntwortenLöschenUnd natürlich wären Bilder das i-Tüpfelchen!