Nach dem zweiten Fruehstueck lernten wir unseren heutigen Stadtfuehrer kennen,
der
uns die Innenstadt zeigen wollte. Die U-Bahn-Variante legten wir
beiseite und fanden beengten Paltz in seinem kleinen Dreireiher.
Die
erste Station, eine Benedektinerkirche, verhiess eine Messe um 10 Uhr,
mit gregorianischem Gesang. Wie so oft, war die Kirche in rstauro, doch
wurde sie weiter bespielt. Der Gesang entsprach nicht dem Standart und
auch die Lithurgie war 40 Jahre alt.. MAcht nix. Die Sonne war
hearusgekommen, der Tag wurde heller,
nachdem grosse Regenschauer die Nacht ueber alle, die keinen festen Schlaf haben wie ich, aus dem selbigen rissen. Erfrischend!
Dieter, unser heutiger Navigator ging zurueck in die Zeit als die Portugiesen diesen Teil der Erde einfach durch Anwesenheit zu Ihrer Kolonie erklaerten, jedoch ohne zu wissen, wie so ein grosses Gebiet zu verwalten sei. Die seinerzeitig vier Huegel, heute stehen noch zwei davon, sollten samt ihren umliegenden Liegenschaften der Ordensgemeinschaft gehoeren, die auf der Spitze eine Kirche errichtete.
Dieter, unser heutiger Navigator ging zurueck in die Zeit als die Portugiesen diesen Teil der Erde einfach durch Anwesenheit zu Ihrer Kolonie erklaerten, jedoch ohne zu wissen, wie so ein grosses Gebiet zu verwalten sei. Die seinerzeitig vier Huegel, heute stehen noch zwei davon, sollten samt ihren umliegenden Liegenschaften der Ordensgemeinschaft gehoeren, die auf der Spitze eine Kirche errichtete.
Das
taten die vier konkurrierenden Orden, die Benedektiner, die
Franziskaner, die Karmeliter und die Jesuiten. Ein Teil der heutien
Eigentumsverhaeltnisse reflektiert dies heute noch. Offsensichtlich
waren die Portugiesen gute Navigatoren und im Wettbewerb mit den anderen
segelnden Nationen wie die Niederlande, die Franzosen und die Britten,
doch an der Huerde des Aufbaus eigener Verwaltungen waren sie weniger
geuebt. Dann ereignete es sich noch, dass Napoleon auf seine Art zu
eingen suchte und schliesslich auch Lissabon besetzte, was dann aus
hiesiger Sicht dazu fuehrte, dass der bis dahin abhaenige
Monarchenspross Vollmachten wie ein Herrscher erhielt.
Er
machte sich zum Koenig, zum Kaiser, erhielt hierfuer die kirchlichen
Weihen, und Protugal als der ¨Besitzer¨verlor schon frueh den EInfluss.
Die ueberstuerzte Abreise des damaligen Monarchchen aus Lissabon
bedurfte allerdings segerischem Beistand gegen die unfreundlichen
Franzosen, den nun die Englaender zur Verfuegung stellten, dafuer jedoch
Handelrechte erhielten, die allen anderen, auch den Franzosen,
vorbehalten blieben. Fortan hatten auch die Englaender ¨Zugang zu
brasilianischem Zucker, Kaffee, Gold, Holz (Tropen).
Der
seinerzeitige Herrscher hatte ein kleines Regierungshaus, welches auch
heute noch als bescheidenes Haus in Form eines Museums zu besichtigen
ist. Sein Vroplatz wurde uns durch Abbildungen aus den Jahren 1580,
1620, 1750, 1790, 1840, 1870, 1911 und 1988 sichtbar gemacht und
verdeutlicht.
Die 1889 endende Monarchie und Sklaverei gingen
unblutig vonstatten. Brasiliens Unabhaengigkeit eher ein
Geschaeftsfuerherwechsel.
Die verschiedenen Ethnien und
Gruppen am Gesellschaftsleben wussten so viel dann doch nicht
voneinander, das ferne Protugal jedoch blieb ein Freund.
Unseren
heutigen Leiter selbst hatte es durch den Zeppelin nach Brasilien
verschlagen, denn das Elternpaar stammte aus Gluecksburg und sollte die
Zeppelinlinie Friedrichshafen - New York - Rio vom Standort Recive
vorantreiben. Das jaehe Ende mit der Explosion der Hindenburg in Newe
York beendete auch die KArriervorstellungen des Vaters im Jahre 1937.
Das Projekt wurde beiseite gelegt und nicht wieder aufgenommen.
Posttransport auf Schiff und Flugzeug. Die Eltern blieben in Brasilien
und begannen Neues, die Kinder wurden Brasilianer evangelischen
Glaubens, was sie nicht am Besuch einer katholischen Schule hinderte.
Wir
lernten, dass Brasilien mit dem EIntrittin den zweiten Wektkrieg 1942
in den vorhandenen Schulen jegkichen Deutschunterricht untersagte,
selbst in der komplett deutschsprachigen Deutschen Schule, was erst im
Jahre 1962 beendet wurde.
Seinerzeit, im kalten Krieg, waren
es auch die Amerikaner, die dem wachsenden Kommunismus auch in Brasilien
ein Ende machen wollten und die Faeden im heutigen Lehrerzimmer fuer
eine Abloesung der unliebsamen Regierung ermoeglichten, welche 20 Jahre
lang durch eine Militaerjunta ersetzt wurde....
Wie schwarze
Tiger 1996 zu Gadaffi kamen und als Zooprojekt Kamele nach Brasilien
brachte, lernten wir ebenso wie die Geschichten zur Ausschreibung der
militaerischen Abwehrraketen zur Sicherung der Fussball WM in Brasilien
im vergangenen Jahr und wie Franz Beckenbauer in einer Apotheke
unerkannt lieb, nicht aber Oliver Kahn. Wer wiss nicht, von den
Korruptionen in Brasilien...
Die stadtgeschichlichen
Erlaeuterungen im Hinblick auf die bevorstehenden Olympischen
Spieleerhoelten neu Farbtupfer, asl wir die Modelle einerStrassenbahn
sehen konnten, die im Zentrum fuer Entlastung sorgen soll. Das aendert
gar nichts daran, dass es nur wenige Museen, ein Theater, keine eigene
Oper, viele Airconditioner, viele Wasserkraftwerke, aber wenig Wasser
und noch weniger Sonnen; und Windenergie gibt.Da man die Amerikaner
nicht mag, die eigene Waehrung aber an den Dollar gekoppelt ist, kaum
Feinde vorhanden sind, aber das Militaer trotzdem wachsen will, die
Arbeitslosigkeit bei 5 % liegt, aber das Wachstum bei Null, die Favelas
wachsen, aber staatliche Kranken- und Rentenversicherung zur Absicherung
nicht ausreichen, die Schulpflicht besteht, aber private Schulen auf
eigene Rechnung arbeiten muessen, merkt man, dass 25% der Bevoelkerung
unter 18 Jahren die Entwicklung vorantreiben werden.
BEsuch im
Marine-Museum, Besuch im Deutschen Verein, Sociedade Germania,
gegruendet 1821, heute im ehemaligen Gebaeude eines brasilianischen
Pr~sidenten, im Gruenen, aber Zaunnachbar einer Favela, mit Saune,
Swimmingpool, tuerkischem Dampfbad, Kegelbahn und Billardtisch, doch nur
noch mit 250 Mitgliedern bei 650 deutschen Betrieben in der Stadt,
heute fast alles ¨normale¨Brasilianer, wo das Doppelte normal war....
Beim
Essen im eutschen Club entschieden sich alle dazu, deutsche Essen zu
testen. So kam es, dass Bratkartoffeln, Leberkaese und Bratwurst in
Brasilien gegessen wurden von Menschen, die dies zu Hause bekaemen....
Der
Abbschluss auf einem Flohmarkt, der sich Hippiemarkt nennt, weil viele
freischaffende hier Kunstgewerbe feilbieten, an der Endstation der
U-Bahn,die die erste ist.
Morgen mehr, vielleicht von Christus
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