Donnerstag, 23. September 2010

TAISI@LAVASA ICC

Mit dem Beginn der Konferenz
mehr als 24 Stunden nach meiner Ankunft
beginne ich zu verstehen,
dass dieser Konferenzort ideal ist.

Wieviel Glück ich mit meiner Anreise hatte,
lernte ich heute von einem Schweizer und einem Australie,
die beide über Mumbai gekommen waren,
nachts zwischen 1 und 2 angekommen sind,
dann jedoch auf ihrer Fahrt mitten in der Nacht
alle beide in zweistündige Staus geraten sind,
deren Ursache alle Beteiligten unklar blieb:
Das nenne ich eine noch bessere Einübung in Gelassenheit.
Ein Teil der Teilnehmer ist mit den heutigen Vorkonferenzen eingetroffen,
die anderen sollen folgen. Da das Hotel 130 Zimmer hat, errechnen wir mehrere Zweibettzimmer.
Nun lernen wir mehr Fakten:
180 Leute werden aus 40 Schulen aus Indien erwartet.

Hier gibt es gar nichts,
was man in einer menschlichen Siedlung erwartet,
wenn man sich zu Fuß in seinem Umfeld bewegt.
Natürlich bietet das Mercure Hotel alles, was man von einem Hotel erwartet - und machmal noch mehr -, ein Zimmer mit Bad und Dusche, sogar eine Klimaanlage, die man ein- und ausschalten kann, eine britsiche Frühstücksecke im Zimmer mit Teebeuteln und Instant-Kaffee-Pulver, einer Minibar mit Softdrinks, einem Fernseher mit wahrscheilich mehreren hundert asiatischen Stationen nebst CNN und BBC, sonst meist in nicht-englischer Sprache, schnelles freundliches Personal.

Es gibt jedoch einen großzügig gestaltetes Konferenzzentrum mit moderner Technik, wo die Konferenz stattfindet: LAVASA INTERNATIONAL CONVENTION CENTER. Und da die Konferenz unter dem Motto steht:
Change and Innovation - Exploring the Possibilities:
E 3 - Exitement, Energy und Empowerment

Man würde es eine Geisterstadt nennen können,
doch da ja überall noch gebaut wird,
bleibe ich beim Arbeitstitel "Baustelle"
(Change and Innovation, also Veränderung und Innovation, stimmt, die drei "E" muss ich erst noch verstehen, wenn ich mehr über Windenergie und Atomkraft weiß)
- vier Internatsschulen allein wollen im Sommer 2011 eröffnen -
denn es gibt kein Geschäft, kein Cafe, keine Bank, kein Restaurant, keine Wechselstube, keine Tankstelle, keine Kirche, keine Moschee, kein Friedhof, kein Rathaus...Also muss ich das Hotel- bzw. Konferenzpersonal testen, wenn ich meine, was zu brauchen, was man sich ansonsten in einem Geschäft kauft oder in einer Bank "holt".

Ich werde von allen Seiten sehr freundlich behandelt und alle Wünsche, die ich äußere, werden so schnell wie eben möglich ist, in die Tat umgesetzt.
Nur indisches Geld habe ich noch keines. Das heisst doch: EinKollege aus der Schweiz lieh mir etwas.

Das ICC hier ist eine 580 Meter vom Hotel entfernt, doch man legte großen Wert darauf, dass die Gäste gefahren werden. Offensichtlich ist die Konferenz auch eine Erprobung lokaler Dienstleistungen.

Ich höre, Berlin hat auch schönes Wetter, Altweibersommer.

liebe grüße aus indien: Andreas

2 Kommentare:

  1. Irgendwie klingt das ganz schön abenteuerlich und auch ein bisschen gruslig.

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  2. ich möchte nicht mit dir tauschen, aber unbedingt mehr von deinem kleinen abenteuer lesen :-))

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